Lisa Sonnenschein
Die ewige Frage, mit der wir Germanistikstudenten (oder Geisteswissenschaftler generell) uns ständig rumprügeln müssen, ist die folgende "Und was macht man dann damit?"
Ich höre diese Frage jetzt seit fünf Jahren, mindestens einmal zu Weihnachten, wenn sich die Familie auf den neuesten Stand bringt, und bin froh, sie jetzt endlich beantworten zu können - jetzt muss ich nur noch erklären, wie ich darauf gekommen bin (was mir wesentlich lieber ist).
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Das Verlagswesen ist für uns ein ziemlich populärer Berufszweig, zusammen mit "irgendwas mit Marketing" und "Erwachsenenbildung/Sprachunterricht" war es immer meine Nummer-eins-Antwort auf die obige Frage. Tatsächlich Formen angenommen hat das aber erst, als ich a) den Entschluss gefasst habe, meinen eigenen kleinen Blog zu schreiben und b) immer wieder Korrekturen von Hausarbeiten oder Schreibprojekten von Freunden bei mir landeten. Den Anfang hat da mal wieder meine Nicky mit ihrer "Noel&Noelle"-Reihe gebildet (wer mehr zu genauen Abläufen einer solchen Korrektur lesen will, folge diesem Link).

Ich wurde aktiver in der "Buchszene" - auch andere Autoren kamen auf mich zu und ich konnte mal anderen in die Buchstaben gucken, als meiner Freundin Nicky (Dank an dieser Stelle an Michelle Parker und Sandra Öhl!). In einem meiner Uniseminare startete ich eine Projektarbeit mit einem Kommilitonen, der mit einer Gruppe von Studenten selbst einen kleinen Verlag gegründet hatte, den wunderbaren kladde|buchverlag. Schnell stellte sich raus: Die Jungs und Mädels suchten noch nach einer Korrektorin...

Der Gipfel war dann die Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr - beim Schlendern zwischen den Ständen der Fachliteratur kam ich ins Gespräch mit einer Dame, die den Stand eines Fachverlages für philosophische und sprachwissenschaftliche Literatur betreute. Wir stellten fest, dass wir dasselbe studiert hatten und sie fragte mich ganz rundheraus, ob ich nicht Lust auf ein Praktikum bei ihnen hätte. Nachdem ich ihr von zu Hause aus meine Bewerbungsunterlagen zugeschickt hatte, meldete sich der Verlagsleiter bald bei mir und auf der Leipziger Buchmesse hatte ich ein abendlich-gemütliches Vorstellungsgespräch...
Jetzt habe ich eine Zusage für ein Volontariat im Bereich Lektorat in Hamburg und hoffe darauf, von dort aus meinen Weg weiter gehen zu können. 

Und angefangen hat alles mit einem "Lisa, du bist doch Germanistin - kannst du hier mal drüberlesen?"
Lisa Sonnenschein
Vielleicht habt ihr es ja schon mitbekommen - ich habe Überraschungspost vom Carlsen Verlag bekommen! Er war wunderschön verpackt und thematisch rund um den Wald herum dekoriert. Dazu kam dann noch der Aufruf zu einem - Achtung, englisch lesen^^ - Tag, zu dem ich schon ein Video aufgenommen hatte, erstmal ohne das Buch gelesen zu haben:


Tessas Vater ist der Kopfgeldjäger des Königs. Ein zugegeben nicht ganz ungefährlicher Job, das muss auch Tessa feststellen, als ihr Vater eines Tages von einem Auftrag nicht mehr heimkehrt... Um den Mörder zu finden und in ihr altes Leben als Fährtenleserin zurückkehren zu können, lässt sich Tessa auf einen Deal ein, der sie auf die Spuren ihrer Vergangenheit bringt.

Das Buch kommt im wunderschönen Kleidchen daher, da hat jemand wirklich alles gegeben - in die Optik KANN man sich ja nur verlieben. Aber ich will nicht weiter schwärmen und lieber zum Inhalt kommen.
Wir haben hier eine wirklich superklassische Jugendfantasy-Geschichte. Die Elemente sind: Abenteuerreise, Magie, (erste) Liebe und Suche nach der eigenen Persönlichkeit. Das Ganze wird dann nach dem literarischen Motiv der Heldenreise (ein typischer Handlungsverlauf, der sich in vielen Büchern und Filmen findet) verarbeitet und gipfelt in einer dramatischen Wendung, die auf den zweiten Teil der Trilogie neugierig machen soll.

Ihr ahnt es: Ich bin nicht übermäßig begeistert. Die Welt, in der wir uns bewegen, ist etwas Besonderes - zwei Länder, die im Streit stehen, ob Magie nun etwas Gutes oder Verbotenes sein soll und die Abenteuer im Wald bieten großartige Gelegenheiten für spannenden Buchstoff. Die raubeinigen Charaktere, denen wir in mittelalterlichem Umfeld begegnen, machen Lust auf mehr. Auch der Schreibstil macht Spaß, es gibt kleine Besonderheiten, wie zum Beispiel den Fluch "Pfeffer und Salz!", den Tessa immer wieder ausspricht.
Allerdings ist die Handlung doch ziemlich vorhersehbar, Andeutungen, die gemacht werden, lassen leicht die richtigen Schlüsse ziehen und die Verhältnisse zwischen den Charakteren basieren auf diesem typischen "Ich bin grundlos total sauer auf dich und bringe mich dadurch jetzt in kolossale Schwierigkeiten" - Verhalten. Handlungen sind stellenweise nicht nachvollziehbar und die große Katastrophe hat mich noch nicht mal ein kleines Bisschen überrascht (weil ich eben das Motiv der Heldenreise kenne und hier sofort erkannt habe). Ganz furchtbar anstrengend wurde dann für mich die Liebesgeschichte, die aus einem ständigen Hin und Her besteht - beide wollen sich, keiner macht den ersten Schritt und als es dann so weit ist, ist irgendwie doch wieder alles doof. Nerv! Aber hier muss man der Fairness halber auch sagen, dass ich mit Verliebtheit in Büchern ohnehin eher nicht so gut kann...

Alles in allem ist "Auf immer gejagt" ein netter Jugendfantasyroman in einer wirklich spannenden Welt. Die vorhersehbare Handlung und die stellenweise nervigen Charaktere haben ihn mir allerdings ein bisschen madig gemacht - ich hatte hier einfach mehr erwartet. 
Dieses Buch ist was nett Seichtes für den Strandurlaub, würde ich sagen.
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Erin Sumerill: Auf immer gejagt. Erschienen am 28. April 2017 im Carlsen Verlag. Kostenpunkt: 19,99€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein
Auch dieses Buch hat mich wieder über die "Aktion Bücherflüsterer" von buecher.de erreicht. Ich glaube, so allein in der Buchhandlung hätte ich nie dazu gegriffen...

Meine Videorezension dazu beginnt gleich am Anfang des Videos.



Kate und ihr Bruder waren eigentlich schon immer, spätestens aber seit dem Verschwinden ihrer Mutter, ein Herz und eine Seele. Umso irritierter ist Kate, als Gabe eines Tages einfach seine Sachen packt, sein Leben zurücklässt und mit drei mysteriösen Männern ein Boot betreten und davonfahren will. Kurzerhand beschließt sie, ihn heimlich als blinde Passagierin zu begleiten und stürzt sich so Hals über Kopf in ein fantastisches Abenteuer.

Okay - vorweg: Der Klappentext des Buches geht noch etwas über meine kleine Inhaltsangabe hinaus und man erreicht diese Stelle im Buch dann etwa auf Seite 150 (von 500). Vielleicht ist auch dieser Umstand dafür verantwortlich, dass ich den Verlauf der Geschichte unheimlich langatmig fand und das Buch immer wieder an die Seite legen musste. Vermutlich war das allerdings auch eine nötige Vorwegnahme, damit man überhaupt versteht, dass das Buch dem Fantasygenre zuzuordnen und kein Abenteuerroman ist. Wirklich in Fahrt kommt die Handlung auf jeden Fall erst auf den letzten Seiten würde ich sagen.

Kate ist eigentlich eine sympathische (wenn auch recht klischeehafte, weil typische verunsicherte, pubertierende 17-jährige) Protagonistin, die - warum auch immer - sehr an ihrem Bruder hängt. Sie handelt aus diesem Grund auch mal übereilt und unüberlegt. Das ist es aber nicht, was mich gestört hat. Vielmehr waren das Gabes völlig unlogische Entscheidungen, die auch trotz verzweifeltem Versuch ganz am Ende des Buches für mich nicht nachvollziehbar erklärt wurden. Der eigentliche Grund für das ganze Abenteuer hier wird also dadurch hinfällig, dass Gabe eigentlich keine wirkliche Erklärung für sein Aufbrechen hat und ohnehin immer wieder Entscheidungen der Art "Ich muss meiner Schwester jetzt Schwierigkeiten machen, damit es spannend bleibt" trifft...

Dazu kam dann noch, dass der fantastische Hintergrund des Buches (Einfluss schottischer Mythologie) zwar immer wieder angedeutet und auch andere Wesen als die Selkies angesprochen werden, jedoch dann nie auftauchen. Was ist mit den Elfen, Meerjungfrauen, Kobolden...? Es wäre wirklich klasse gewesen, da noch ein bisschen mehr Schottland-Sehnsucht zu schaffen - der Mythos um die Selkie, die sich durch ihr Fell in Seerobben verwandeln können, ist nämlich meiner Auffassung nach wirklich gut recherchiert.

Das Ende des Buches lässt vermuten, dass da noch ein Roman hinterher kommt, einige Fragen sind da durchaus noch offen - ich habe für mich allerdings schon entschieden, dass ich persönlich sie nicht im Rahmen des nächsten Bandes enträtseln will...
Das Buch ist ein netter Jugendroman mit einigen Mankos. Sprachlich ist "Selkie" aber in Ordnung und macht auch definitiv Lust auf den Urlaub am Meer. Leider fehlt für mich zu viel, um es wirklich empfehlen zu können, das Buch war wohl einfach nicht meins...
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Antonia Neumayer: Selkie. Erschienen am 10. April 2017 im Heyne Verlag. Kostenpunkt: 12,99€ broschiert.
Lisa Sonnenschein
Ich bin eigentlich nicht sooo der Freund der Buchserien - ich lese ziemlich schnell (wenn ich denn dazu komme) und da hat man so ein 60-Seiten-Heftchen eben fix weggefrühstückt. Hier also ein kleines Experiment und meine erste "richtig echte" Buchserie ;).
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Wir begleiten hier Riley, einen Schüler, der eines Tages die Haushälterin tot in der Badewanne vorfindet. Was er noch nicht weiß - in diesem Moment tritt er das Erbe der Hunters an und findet sich bald in einer mysteriösen und finsteren Schattenwelt wieder.

Ich kann mir vorstellen, dass es bei so wenigen Seiten extrem schwierig ist, die Balance zwischen "es passiert rein gar nichts" und "alles liest sich extrem übereilt" zu finden. Lillith Korn hat das allerdings prima hinbekommen und so habe ich mich nicht nur gut unterhalten gefühlt, sondern erhielt auch so viele Informationen über Rileys Hintergrund, dass es für mich interessant ist, weiter dranzubleiben. Hut ab für diesen Spagat ;)!

Der Schreibstil des Buches ist in diesem klassischen locker-leichten und zeitgenössischen Jugendbuch-Stil gehalten, aber Vorsicht! Dieser Band der Shadowcross-Serie sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Das Darkfantasybuch wird an so mancher Stelle schon wirklich fies gruselig (verschwundene Katzen tragen da ihren Teil bei...). Ich fand die Atmosphäre in dieser Schattenwelt, in die Riley stolpert, absolut famos und bin so richtig scharf drauf, wieder zurückzukehren, um regelmäßig beim Lesen über die Schulter zu schielen, ob nicht vielleicht doch...
Wie ich immer sage: Ich würde im Falle einer Zombie-Apokalypse vorsichtshalber einfach vor Panik tot umfallen. An Rileys Stelle hätte ich also keine Chance, das Dasein in irgendwelchen finsteren Zwischenwelten durchzustehen.

Das Schlechteste an dem Buch ist wohl der Umstand, dass es immer nur in 4-wöchigem Abstand erscheint und ich jetzt bis zur nächsten Erscheinung auf die Folter gespannt werde... Schlimmer als jede verschwundene Katze. Mehr davon!
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Lillith Korn: Shadowcross I, das Vermächtnis. Erscheint am 05. Juni via Amazon.
Lisa Sonnenschein
Vielleicht habt ihr schon mitbekommen, dass ich ab Oktober (endlich) mit dem Studium fertig sein werde und ein Volontariat bei einem Wissenschaftsverlag in Hamburg anfangen darf. Weil ich das unheimlich spannend finde und mir vorstellen kann, dass ihr Lust habt, daran teilzuhaben, habe ich mal ein neues Label dazu aufgemacht =). Wenn euch interessiert, was man so als Möchtegern-Lektorin treiben könnte, bleibt gerne mit mir dran.
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Weil die Stelle in Hamburg für mich sicher ist, habe ich mir gedacht, dass es bestimmt nicht schaden kann, ein Seminar zur Arbeit im Verlagswesen an der Uni zu besuchen. Glücklicherweise ist die Uni Freiburg da ganz gut ausgestattet, sodass ich trotz voller Wartelisten in dem einen Seminar, in dem anderen Seminar noch unterkommen konnte.

Das Seminar wird vom Verlagsleiter des Rombach-Verlags Freiburg gegeben, ein sehr sympathischer Mensch, der uns gestern in der ersten Sitzung nicht nur erzählt hat, was an Themen möglich wäre, sondern auch gefragt hat, was wir vorhaben und ob es vielleicht konkrete Pläne für uns gibt. Dabei hat sich rausgestellt, dass wir ein ziemlich bunter Haufen sind - drei von uns möchten gerne selbst wissenschaftliche Werke publizieren, zwei im Verlagswesen arbeiten und eine strebt sogar eine Promotion an und ist an beiden Seiten (Autor und Verleger) interessiert. Weil wir eine sehr kleine Gruppe sind, werden wir bestimmt super aufeinander eingehen können - ich hoffe, die Atmosphäre taut dann noch ein bisschen auf ;).


Ein paar der Themen, die wir im Seminar demnächst besprechen werden:
- Was sind Korrekturzeichen und wie benutzt man sie?
- Urheberrecht und Copyright, worauf man achten muss
- Welche Druckverfahren sind möglich?
- Was macht ein Lektor? Was ein Korrektor? Wer muss welche Fähigkeiten mitbringen?
- Welche Chancen und Risiken hat man als Freier Lektor?
- Was gibt es für Fachbegriffe (wohl eine ganze Menge^^)?

Außerdem wird es eine kleine Einführung in die professionelle Nutzung von Microsoft Office geben - ich bin mir ganz sicher, dass ich da noch eine ganze Menge lernen kann! (Kennt ihr diesen Effekt - man drückt einmal Enter und das komplette Dokument löst sich gefühlt in Luft auf? Passiert mir ständig -.-)

Auf jeden Fall hat mich die Seminarsitzung gestern wirklich positiv überrascht und ich freue mich schon sehr auf den Verlauf des Semesters und meine kleine Vorbereitung auf den Start ins Berufsleben. Hat jemand von euch vielleicht schon Erfahrungen in der Richtung gemacht? Kenne ich Verlagsmitarbeiter und weiß es nur noch nicht? :-P
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Achja, und falls irgendjemand noch Ideen für günstigen Wohnraum in Hamburg hat - ich bin dankbar für jeden Hinweis, der Wohnungsmarkt dort ist ja die Hölle -.-!
Lisa Sonnenschein
"Tachschön!"

Dieses Buch ist im DichtFest Verlag entstanden und wo ich erst nur den Autor von "Erellgorh" besuchen wollte, begegnete mir gleich noch Frank Friedrichs und gab mir sein Buch mit - und ein Funfact am Rande: Ich hab' am Anfang gaaar nicht verstanden, dass es "Vertikow" gar nicht gibt! Aber mal im Ernst, schaut euch mal die Homepage an, da wird gefühlt jedes Gebäude des Dorfes gezeigt und sogar einen Landkartenausschnitt gibt es.

Meine Videorezension zum Buch beginnt bei Minute 05:05.



Peer Wesendonk sitzt seit kurzem im Rollstuhl. Keine einfache Sache, wenn man mitten in Mecklenburg im dorfigsten Dorf aller Zeiten lebt und von Beruf Organist ist. Seiner Existenz und seiner Aufgabe beraubt, versinkt Peer in seinem umgekrempelten Alltag, der von Mitleid und Präsentkörben geprägt ist. Doch dann passiert etwas Ungewöhnliches in Vertikow und Peer beschließt, dem "Verkehrsunfall" seiner Nachbarin Frau Kuhn auf den Grund zu gehen...

Klingt jetzt nach der klassischen "Zivilperson pfuscht den Behörden in ihre Ermittlungen, weil sie sich wichtig fühlt und am Ende war's der Gärtner"? Ist es aber nicht ;).

Zwei Dinge weiß ich an Krimis (und ich bin echt keine wahnsinnig begeisterte Krimileserin) wirklich zu schätzen:
1. Wenn die Umgebung stimmt und man sich direkt ins Umfeld des "Ermittlers" wünscht. Auch wenn das Dorf Vertikow erstmal so gar nicht hinwünschenswert klingt, schafft es der Autor, die Dorfgemeinschaft als so verbunden darzustellen, dass man unbedingt auch mitreden will. Und das, obwohl in jeder Konversation klassisch Nordlicht-mäßig nur gefühlte drei Worte fallen.
2. Wenn der Ermittler Klasse hat. Peer ist nicht dieser überengagierte, grünschnablige Besserwisser - er hat einen Hang zur Grummeligkeit und sucht eben nach einer Aufgabe. Die Ermittlung ist für ihn nicht das Mittel, um im Rampenlicht zu stehen (auch wenn man das manchmal meinen könnte), sondern ein bisschen Selbstschutz. Ich konnte ihn so gut verstehen - in jeder Hinsicht.

Dazu kommt, dass der Rollstuhl wirklich mal eine ganz andere Komponente mit in diesen Krimi bringt. Wie viele Detektive kennt ihr, die sich von drei Treppenstufen vor dem Eingang einer Kneipe von der Spurensuche abhalten lassen müssen?
Obwohl die Handlung in sich abgeschlossen ist, der Fall also zu einem Ende kommt, entsteht hier eine Krimireihe. Ich bin wirklich gespannt, wie es der Autor plausibel erklären möchte, dass im beschaulichen Vertikow NOCH ein Kriminalfall zur Ermittlung frei ist. Hier im ersten Band nehme ich Peer seine Rolle auf jeden Fall absolut ab.
Achja, eins noch - erwartet nicht, dass es in diesem Krimi nicht rasant zur Sache geht, nur weil der Protagonist eingeschränkt beweglich ist! Langweilig war "Erntedank in Vertikow" weiß Gott nicht und im Showdown habe ich ziemlich geschwitzt.

Von mir bekommt das Buch eine Empfehlung - eingeflauscht auf dem Sofa mit Tee liest es sich meiner Meinung nach am besten. "Erntedank in Vertikow" zeichnet sich aus durch Sprachwitz, ein klein wenig Schrulligkeit, Spannung und eine kleine Lektion in Sachen Dorfleben für alle Eingeweihten und Zugezogenen ;). Ich freu' mich schon auf den nächsten Band mit Peer!
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Frank Friedrichs: Erntedank in Vertikow. Erschienen am 26. November 2016 im DichtFest Verlag. Kostenpunkt: 9,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Hallo und willkommen auf meinem Blog! =) Heute ist tatsächlich schon der letzte Tag der Blogtour - lassen wir ihn gemeinsam gebührend ausklingen!


Ich vertrete mit der Figur des Drachen die Tugend der Weisheit (höhö) und gebe heute mein Bestes, euch die mythologischen Kreaturen in "Kitty Kathstone" näherzubringen.

",Der große Rat ist der Zusammenschluss aller, nun, wie soll ich sagen...', sie ließ ihren Blick einen kurzen Moment durch den Raum schweifen, wie ein alternder Professor in einer Vorlesung, um nach dem richtigen Wort zu angeln, ,...die nicht 100 Prozent rein menschlicher Natur sind."

- Kitty Kathstone, Band 1, Seite 97 - 
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Tatsächlich wäre es einfach viel zu viel, euch hier alle Wesen aufzuzählen und näher zu beleuchten - darum habe ich mich auf fünf davon beschränkt und möchte euch am Schluss noch ein paar weitere nennen, damit ihr einen Eindruck davon bekommt, wie vielfältig sie vertreten sind.

Werkatzen
Bild von http://www.landofpyramids.org/bastet.htm
"Was, Werkatzen?", werdet ihr fragen - jedermann kennt Werwölfe, aber Werkatzen? Tatsächlich haben die Werkatzen, oder auch Ailuranthropen, eine lange mythologische Vergangenheit vorzuweisen. In Europa waren sie in Märchen und Sagen allerdings nicht besonders präsent, in Afrika, Asien (man denke an die ägyptische Gottheit der Liebe und Fruchtbarkeit Bastet) und besonders Südamerika bei Mayas und Inkas sieht das schon ganz anders aus. Werkatzen können sich durch einen Fluch, Verwandtschaft mit den entsprechenden Tierwesen, Überwerfen einer Tierhaut oder Zauber in Katzenwesen verwandeln - die Vielfalt ist groß, von der Hauskatze bis zum wilden Jaguar ist alles dabei.
Wenn ihr eine moderne Adaption der Figur treffen wollt, kann ich euch (neben Kitty Kathstone versteht sich!) den Film "Das Königreich der Katzen" wärmstens ans Herz legen :).

Formwandler
Bild von
http://powerlisting.wikia.com
Diese Wesen einzugrenzen ist schon wesentlich schwieriger. Genau genommen sind Werkatzen, wenn sie sich denn willentlich und zu jeder Zeit verwandeln können, nämlich auch Formwandler - ebenso wie Selkies oder auch fast alle Götter der griechischen Mythologie. Grundsätzlich gibt es aber auch noch eine andere Art des Formwandelns, manche mythische Wesen können ihren Aggretatszustand wechseln: verdampfen, sich verflüssigen oder auch gefrieren. Das macht sie allerdings hochgradig anfällig für starke Temperaturschwankungen. Auch von Formwandlern, die sich in Gegenstände verwandeln können, gibt es einige Geschichten. In Abgrenzung zum Gestaltwandler kann ein Formwandler seine Gestalt jederzeit ändern und nicht nur, weil z.B. grade Vollmond ist. Die japanische Kitsune (eine Füchsin) kann sich der Sage nach in eine menschliche Frau verwandeln, um ihrem geliebten Partner nah sein zu können.
Drachen
In unserer Kultur finden sich Drachen oft als fiese Feuerspucker und Feinde der Menschen, die bergeweise Gold horten und mutige Ritter von ihren Pferden pusten. Im asiatischen Raum ist der Drache allerdings ein Glücksbringer, nur etwa handflächengroß und Symbol für Fruchtbarkeit, in russischen Sagen erzählt man sogar, er habe keine Schuppen, sondern ein plüschiges Fell! Gerne wird er allerdings auch schlangenähnlich dargestellt (kennt ihr den Lindwurm?) und mit zwei statt vier Beinen, so in der Wappenkunde die Wyvern. Dass er ursprünglich vier Elementen zugeordnet wird (Wasser durch Schwimmen, Luft durch Fliegen, Erde durch Kriechen und Feuer durch das Feuerspeien), wird in Kitty Kathstone ein bisschen auf den Kopf gestellt - Glacies ist zum Beispiel ein Eisdrache.

Meerjungfrauen (oder so^^)
"a mermaid" vom wundervollen
John William Waterhouse
Die klassische Meerjungfrau kennt wohl jeder von uns - aber wusstet ihr, dass sie mythologisch betrachtet verdammte Wesen ohne Seele sind? Sie können nur durch die Liebe eines Menschen eine unsterbliche Seele erhalten... Neben den Meerjungfrauen gibt es auch die Wasserfrauen (mütterliche, hilfsbereite Wesen) und die Nixen, die durch Verführung z.B. mithilfe ihres Gesanges böswillig Männer in die Tiefe des Meeres ziehen und ertränken. Die drei Meeresbewohner sind schwer voneinander abzugrenzen, wenn man nach der Optik geht, dazu kommen dann noch Selkies (Menschen, die sich ein Robbenfell überwerfen und sich so in diese verwandeln können) und Anguanas, die wie Sirenen keine Fabelwesen sind, sondern weibliche Dämonen, wie zum Beispiel die Sukkubus. 
Im Buch sind die Meerjungfrauen schlicht wunderschöne Frauen mit langen Fischschwänzen und farbigen Haaren, die meist sehr auf ihr Äußeres achten. Sie haben es allerdings auch faustdick hinter den Ohren und sind nicht zu unterschätzen!

Walküren
Bild von http://www.akg-images.de
Walküren sind in der nordischen Mythologie anzutreffen - sie sind Schildmaiden, die als Gefolge des Göttervaters Odin die ehrenhaft gefallenen Krieger auswählen und vom Schlachtfeld nach Walhall geleiten. Sie zu treffen, war also das größte Glück für einen nordischen Krieger! Walküren sind aber nicht nur Todesengel, sondern haben durchaus auch menschliche Züge - so können sie sich dem Volksglauben nach auch in die gefallenen Krieger verlieben. So oder so sind Walküren machtvolle Geschöpfe, zum Kampf geboren und Boten der Ehre. In Kitty Kathstone finden sie sich als kraftvolle, toughe junge Frauen wieder, die mit ihrer Meinung nicht hinterm Berg halten, aber durchaus liebevoll im Umgang sind.
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Von diesen Wesen abgesehen werden euch in "Kitty Kathstone" auch Riesen, Furien, (japanische) Einhörner, Dschinn, Zwerge, Elfen, Gorgonen, Zentauren, Faune und so viele mehr begegnen...

Wenn ihr jetzt rausfinden wollt, was für ein mythologisches Wesen in EUCH steckt, dann versucht euch doch einfach mal an dem folgenden Test! Viel Spaß und lasst mich gerne euer Ergebnis wissen ;).


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Gewinnspiel für alle Mitleser

Natürlich gibt es bei der Blogtour auch etwas zu gewinnen. Der Hauptpreis ist tatsächlich ein Tolino Shine 2 HD! Weiter könnt ihr auf meinem Blog ein personalisiertes EBook für euch ganz speziell gewinnen. Um für beide Gewinne mitzumachen, lasst mir einfach einen Kommentar da (oder schickt eine Mail an sandra@21film.at) und beantwortet mir bis Mittwoch Nacht, 17.05.17 23:59 Uhr die folgende Frage:

Welches mythologische Wesen seid ihr bei dem Test oben geworden? Hättet ihr gerne ein anderes Ergebnis gehabt?


Die Teilnahmebedingungen sehen wie folgt aus:
- Seid entweder volljährig oder habt eine Einverständniserklärung eurer Eltern
- Ihr erklärt euch einverstanden, dass ich euch im Falle des Gewinnes öffentlich beim Namen nenne
- Der Gewinn wird nicht bar ausgezahlt
- Es besteht keine Haftung für den Postversand
- Versand der Gewinne nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
- Nach fünf Tagen ohne Rückmeldung der Gewinner verfällt der Gewinn
- Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt auf allen teilnehmenden Blogs und in der Facebookveranstaltung
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Und zu guter Letzt noch mal alle Stationen der Blogtour mit Verlinkungen =)!

Tag 1 - 08.05.17
Morgens: Buchvorstellungen beider Kitty Kathstone Bände bei Selection Books
Abends: Kittys Welt aus der Sicht von Noctus Lykan bei Mein Buch - Meine Welt

Tag 2 - 09.05.17
Morgens: Neue Figuren in Band 2 mit Der Bücherwahnsinn
Abends: Das Familiengeheimnis der Kathstone Frauen bei Bücherwanderin

Tag 3 - 10.05.17
Morgens: Die Rolle von Gleichgewicht und Veränderung bei Lesende Samtpfote
Abends: Kitty und Lysander mit Ruby's Cinnamon Dreams

Tag 4 - 11.05.17
Morgens: Larrys und Kittys Geschichte bei Mein Bücherkosmos
Abends: Ein Interview mit Sir Larry bei The Empire of Books

Tag 5 - 12.05.17
Morgens: Alles über Salukis mit Bellezza Ribelle
Abends: Katz und Hund bei Kathleen's Bücherwelt

Tag 6 - 13.05.17
Morgens: Was ist eigentlich der Weltenbaum? mit Books Histories and Secrets
Abends: Alles über die Nornen bei Lullabys Bücherkiste

Tag 7 - 14.05.17
Morgens: Hier seid ihr grade :)
Abends: Lesenacht im Zeichen von Kitty Kathstone mit vielen Autoren. Zum Facebook-Event geht es hier
Lisa Sonnenschein
Er ist da!! Der zweite Band von Kitty Kathstone ist endlich da - ich hab' mich gefreut wie ein Schnitzel (oder eine Banshee?) und natürlich gibt es jetzt auch endlich die Rezension dazu für euch. Viel Spaß! ;)

Meine Videorezension zu diesem Buch beginnt bei Minute 9:05


Wir kehren zurück aus dem Pergamonmuseum, doch Kittys Welt will einfach nicht so recht aufhören, sich zu überschlagen und sie mit immer neuen Geheimnissen zu konfrontieren. In diesem zweiten Band erfahren wir mehr über ihr großes Familiengeheimnis, über eine Besonderheit, die sie ganz speziell in sich trägt und - Halleluja! - auch über unseren überaus charmanten, britischen Erzähler, Sir Larry den Saluki.

Viele, viele Fragen werden so beantwortet, aber die Welt, die Sandra Öhl sich aufgebaut hat, ist dermaßen bunt und schillernd, dass ich wohl noch zwanzig Teile von Kitty Kathstone lesen müsste, um wirklich alles zu erfahren. Ein Beispiel? Hier wie in Band 1 hat man nicht nur das Buch vor der Nase - auch Literaturtipps, Musikempfehlungen von der Protagonistin persönlich, Buchtrailer, ein eigenes Grafikdesign... Der große Reiz an diesem Buch ist es, dass man es mit in seinen Alltag nehmen kann und das macht einfach unheimlich viel Spaß, weil Kitty auf einmal überall ist :).


Wer sich da mal umschauen mag und den Musik- und Filmgeschmack von Kitty testen möchte, der folge diesem Link.

Der Sprachstil ist gewohnt jugendlich und leichtgängig und voller Sprachwitz - spricht Kitty, möchte man ihr am liebsten so manches Mal die Hand vor den Mund schlagen, Sir Larry dagegen führt sehr gentleman-like durch die Geschichte und hat eine sehr nüchterne Sicht auf die Dinge. In den Kapiteln, in denen seine eigene Geschichte erzählt wird (wir erfahren endlich, wie er zum Hand -ehm- Saluki wurde!), wird es allerdings auch ziemlich emotional und ich habe tatsächlich an dieser einen speziellen Stelle einige Tränchen verdrücken müssen...!

Der Handlungsverlauf ist ebenso rasant, wie im ersten Teil. Wir fangen mit dem Lüften diverser Geheimnisse an, fahren fort mit fast schon kriminalistischen Ermittlungen und enden mit einem actiongeladenen furiosen Finale! Dabei wird keine noch so weite Reise gescheut und man hat auch als Leser das Gefühl, die Welt ein bisschen mehr kennenzulernen.
Ich habe es schon in meiner Rezension zu Band 1 kurz angeschnitten - Kitty hat ein "Problem", man kann sie zweimal lesen. Auf der einen Seite ist es ein sehr flippig-jugendlich geschriebenes Buch mit einer jungen Protagonistin. Auf der anderen Seite werden viele englische Begriffe verwendet und Filme angesprochen, die ich klasse fand, als ich so 14 war (Mensch, bin ich alt...). Ich finde, das muss man wissen, um sich richtig darauf einlassen zu können.
Dann ist Kitty Kathstone aber ein herrlich turbulent-witziger Roman voller Witz und Charme und einer bunten Welt, aus der ich persönlich nicht mehr so richtig auftauchen kann.
Der zweite Band hält dabei absolut das Niveau seines Vorgängers und lässt viele Fragen offen, ohne frustrierend zu sein (etwa weil man nichts Neues erfahren hätte). Das hat mich hier einfach wieder aufs Neue begeistert und ich kann mich nur immer wieder wiederholen, wenn ich sage, dieses Buch ist großartig und ich hoffe, wir werden noch mächtig gewaltig viel von Kitty und ihren Freunden hören :).
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Sandra Öhl: Kitty Kathstone. Erschienen am 01.April 2017 via Amazon. Kostenpunkt: 4,99€ als EBook.
Lisa Sonnenschein
Mit dem Namen Cecelia Ahern habe ich bisher immer hochromantische (dezent kitschige) Bücher verbunden - Paradebeispiel: P.S. Ich liebe dich.
Mit diesem Buch scheint die Gute in einen Markt einsteigen zu wollen, der gerade boomt. Weil meine Freundin Nicky mir das Buch geschenkt hat und selbst völlig begeistert war, habe ich mich mal durchgelesen :).
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Celestine führt ein Leben, das (für die Gesellschaft in der sie lebt) einfach nur perfekt ist. Sie hat eine fürsorgliche Familie, einen tollen Freund und eine sonnige Zukunft vor sich. Als jedoch in ihrer Nachbarschaft eine "Fehlerhafte" festgenommen wird, bekommt sie einen Einblick in die Welt, die bisher parallel zu ihrer existiert hat. Wer sind eigentlich diese Fehlerhaften? Wofür werden sie gebrandmarkt? Und wie gerechtfertigt ist das eigentlich?

Zuallererst: Das Setting dieses Romans ist wirklich absolut großartig! Wir bewegen uns in einer dystopischen Welt, tonangebend ist das Gericht bzw. seine ausführenden Organe. Die Menschen scheinen die offensichtliche Ungerechtigkeit auszublenden, die um sie herum geschieht - auf eine gruselige Art und Weise könnte ich mir ein Zukunftsszenario so wirklich vorstellen (ziemlich pessimistisch, ich weiß...).
Auch sprachlich habe ich nichts an dem Buch auszusetzen - die gute Frau Ahern kann zweifelsfrei schreiben und erzählen, das muss sie mit diesem Genreschwenk nun wirklich nicht mehr beweisen! Aus dem Grund ist die Handlung auch konstant spannend, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich nach jedem Twist wusste, wie das wieder ausgebügelt wird (leider folgte dann auch schon wieder der nächste^^).

Was mich wirklich kolossal genervt hat, war die Protagonistin! Celestine hat (das wird besonders zu Beginn des Buches mehrfach erwähnt) einen ausgeprägten Gerechtigkeits- und Wahrheitssinn, Lügen fällt ihr unheimlich schwer. Trotzdem kommt sie erst mit 17 auf die Idee, dass das System, in dem sie lebt, ungerecht ist und Menschen unterdrückt? Auch schwenkt sie häufig hin und her zwischen "Ich habe meine Prinzipien und stehe dazu!" und "Ich erkenne Autoritäten an, weil ist eben so". Im späteren Verlauf des Buches kommen dann auch noch ein paar Beziehungskisten dazu, die ich nicht ganz nachvollziehen kann.

Ich will das Buch aber ganz und gar nicht verreißen, denn das hat es nicht verdient! Die Welt, die hier skizziert wurde, hat mich wirklich total in ihren Bann gezogen, Fans der Hunger Games werden hier absolut auf ihre Kosten kommen. Ich bitte dann einfach für den zweiten Band
a) um eine andere Protagonistin (oder einen Reifeschub von Celestine) und
b) um einen weniger fiesen Cliffhanger! (Leider funktionieren die immer so gut bei mir und der Drang, direkt weiterzulesen ist riesig)

Alles in allem: Spannendes Buch für zwischendrin, das mit komplexer Story überzeugt und absolut süchtig macht.
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Cecelia Ahern: Flawed - Wie perfekt willst du sein?. Erschienen am 29- September 2016 im Fischer Verlag. Kostenpunkt: 18,99€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein
Nicole Dauchenbeck!

Herzlichen Glückwunsch, die Hardcoverausgabe von Kitty Kathstone ist dein :). Melde dich doch fix mit deiner Adresse bei mir, dann geht die Gute morgen noch auf die Reise.

Alle anderen bitte nicht traurig sein, bei der bald startenden Blogtour gibt es wieder die Chance, eine Kitty in Händen zu halten :)!
Lisa Sonnenschein
Ich bin ja, wie ihr wisst, nicht so die Freundin von Mangas - Comics allerdings finde ich superklasse, darum habe ich mich hier auch mal zu einem Graphic Novel hinreißen lassen, dem Carlsen Verlag sei Dank, der mir das Buch quasi ins Gesicht hat springen lassen ;)!

Meine Videorezension zu dem Buch beginnt bei Minute 10:20.



Gereon Rath hat Mist gebaut. Nur durch die guten Beziehungen seines Vaters hat er seinen Job bei der Polizei nicht verloren, sondern wurde nur ins Sittendezernat in Berlin versetzt - eine glorreiche Karriere steht ihm aber damit wohl nicht mehr ins Haus. Allerdings ist da noch dieser hochinteressante Mordfall, der ihn so überhaupt nichts angeht...

Der Graphic Novel ist einem Krimiroman von Volker Kutscher nachempfunden - er ist hervorragend recherchiert und versetzt einen total stimmungsvoll ins Berlin der 20er Jahre. Überall Hüte, alle rauchen, die Autos, die Gebäude, die kriminalistischen Methoden, die Ansichten...! Ich fand es einfach nur klasse, in diesen Zeitgeist einzutauchen und einen Kriminalfall der GANZ alten Schule mitzuverfolgen.

Der ist dabei überraschend wendungsreich und tiefergehend, als man es für diese Comic-Form erwarten würde - innerhalb eines Nachmittags hatte ich das Buch komplett durchgelesen/-geschaut, weil ich es nicht weglegen konnte.

Der Zeichenstil ist Skizzenartig und eher selten so detailreich, wie auf dem Cover abgebildet. Das ist allerdings kein Negativpunkt, sondern bringt irgendwie Dynamik und Tempo in die Bilder (okay, die Formulierung ist merkwürdig, ich geb' das zu!). Es wird nie langweilig, auch weil man ganz klassisch mit unserem Hauptermittler mitdenken kann. DEN fand ich allerdings so gar nicht sympathisch - er ist ein kleiner Egomane, kann eine Menge "Frauengeschichten" erzählen und scheint lieber hintenrum zu agieren, als die Konfrontation zu suchen. Irgendwie gehört das zu dem Fall aber auch dazu und ich habe mich nach dem "Woah, schon auf den ersten paar Seiten Geschlechtsverkehr!" schnell in seine Rolle reingelesen. Zum Fall und in seine Zeit passt er, mich hat er allerdings zwischenzeitlich dezent aufgeregt und ich habe ihm den ein oder anderen Rückschlag ein bisschen gegönnt :P! Scheinbar funktioniert er in der Krimireihe allerdings als Protagonist, es gibt zur Zeit gleich fünf seiner Fälle auf dem Buchmarkt.

Alles ein allem ein superspannender und sehr atmosphärischer Graphic Novel, den ich an dieser Stelle sehr gerne empfehle - klasse!
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Arne Jysch und Volker Kutscher: Der nasse Fisch. Erschienen am 28. März 2017 im Carlsen Verlag. Kostenpunkt: 9,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Seit gefühlt ewigen Zeiten reibe ich euch diese wunderschöne Ausgabe der kleinen Meerjungfrau von Hans Christian Andersen unter die Nase! Endlich gibt es auch eine ausführliche Rezension dazu. Begegnet ist mir das Buch auf der Leipziger Buchmesse, allein der Flyer zum Verlagsprogramm hat mich völlig hingerissen.

Meine Videorezension beginnt bei Minute 4:37.




Das Märchen von Hans Christian Andersen dürfte ja allseits bekannt sein - aber Vorsicht: Mit der kleinen Arielle von Disney hat es nicht besonders viel zu tun. In dieser Ausgabe erwartet uns das dramatische "Meerschaum-Ende", Kenner wissen Bescheid. Das bedeutet zwar ein Happy End, aber eben irgendwie um die Ecke. Ich persönlich finde es superwichtig, diese originalen Märchen zu kennen und hege und pflege noch heute meine Hauff-Märchen-Sammlung (noch eine Spur düsterer ;)).


© Wunderhaus Verlag
Ich will hier auch gar nicht viele Worte über die Handlung verlieren - das Besondere dieses Buches sind nämlich die bezaubernden Illustrationen! Diese sind unglaublich detailreich und - was mich besonders anspricht - sehr farbenfroh präsentiert. Der Illustrator hat hier wirklich ganze Arbeit geleistet. Der überwiegende Teil der Bilder ist eng um den Text herum angeordnet, man hat also einerseits die Textblöcke zum Vorlesen und andererseits die Bilder im Umlauf - der Text wird also nicht aufgelockert, die Übersicht gewahrt. Das geht aber nicht auf Kosten des Detailreichtums! Kinder werden hier schon fast mit wimmelbildartigen Illustrationen beglückt (zu entdecken gibt es zum Beispiel kleine Krabben unten im Bild oder auch mal den klassischen großen Fisch, der einen kleinen frisst).


© Wunderhaus Verlag
Erwähnenswert ist auch der Umstand, dass die Bilder ausgesprochen nah am Text sind - wird von Perlen auf dem Palastdach gesprochen, oder von Austern als Schwanzflossenschmuck, so findet man diese immer auch auf den nebenstehenden Bildern wieder. Auch die düsteren Passagen (der Besuch bei der bösen Meerhexe) sind stimmungsvoll verpackt und ein Pluspunkt, den ich hier sehe: Es wird nichts verniedlicht oder stark geschönt dargestellt - die Meerhexe ist nunmal eine finstere Person und stiehlt der kleinen "Meerjungfer" nunmal ihre Zunge (ja, die Zunge - sie sperrt nicht ein leuchtendes Lichtlein in einer Muschelschale ein). Sie darf also dementsprechend auch fies aussehen. Alle besorgten Mamas kann ich an dieser Stelle aber beruhigen: Finsterer, als im folgenden Bild wird's dann doch nicht ;).


© Wunderhaus Verlag
Ein letzter Punkt: Das Buch ist relativ dünn, dafür aber sehr großformatig gedruckt - zugunsten der Bilder, nicht der Schrift. Zum Vorlesen ist es also ideal (lässt sich prima auf den Schoß legen und die Kinder können mitgucken), in meinem Bücherregal ist es doch etwas sperrig - es steht darum obenauf, damit es auch jeder gleich bewundern kann ;)!

Insgesamt kann ich sagen, dass mir mit dieser wunderschönen Ausgabe der kleinen Meerjungfrau das wohl am schönsten illustrierte Buch ins Haus geflattert ist, das ich überhaupt besitze. Ob ihr jetzt (wie ich) einfach Märchenfans und Freunde der tollen Bilder seid, oder ob ihr das Buch tatsächlich zum Vorlesen und "Zerleben" verwenden wollt - ich kann es euch guten Gewissens und mit Begeisterung empfehlen, einfach nur schön!
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Hans Christian Andersen: Die kleine Meerjungfrau. Erschienen am 24. Februar 2017 im Wunderhaus Verlag. Kostenpunkt: 14,98€ als gebundene Ausgabe.
Lisa Sonnenschein
Jetzt hattet ihr den ganzen Tag die volle Dröhnung Kitty Kathstone! Seid ihr schon mythologifiziert? :P

Wenn ihr jetzt tierisch Lust habt, nach Hörprobe, Buchtrailer, Klappentext, Autoreninterview und jeder Menge illustratorischer Einblicke in Kittys Welt auch endlich den ersten Band in Händen zu halten, dann habt ihr jetzt die Chance!

Ich verlose einen Hardcoverband von Kitty Kathstone, Band 1 und hoffe, ihr habt damit ganz viel Spaß (Die Erdbeeren sind selbstverständlich nicht im Gewinn enthalten^^).


Um mitzumachen, beantwortet mir einfach (hier oder auf Facebook) in einem Kommentar die folgende Frage:
An welcher Stelle habt ihr entschieden, dass Kitty Kathstone ein Buch für euch sein könnte? Was interessiert euch am meisten daran?

Teilnehmen könnt ihr bis Freitag, 28.April 2017, 23:59 Uhr. Viel Erfolg!

Die Teilnahmebedingungen:
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärst Du dich einverstanden, dass Du als Gewinner öffentlich genannt werden darfst.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.

Lisa Sonnenschein
Hallo Sandra! Willkommen auf meinem Blog – schön, dass du da bist =). Stell dich doch mal in zwei Sätzen vor.

Hallo Lisa – ich freue mich, dass ich hier sein darf! Puh ... vorstellen, bedeutet irgendwie sich selbst einschätzen … Ob ich das kann? Ich heiße auf alle Fälle Sandra Öhl und bin ein fabolous Baujahr 1975, mit dunkelbraunem Verdeck und Zweiradantrieb, das auch durch wildes Gelände steuert, wenn es mal sein muss.

Kitty Kathstone ist die Protagonistin deiner (bzw. Larrys‘) Buchreihe, was ist sie für ein Mädchen?

Kitty ist schlagfertig und sehr direkt, daher trägt sie das Herz auf der Zunge. Sie hasst Ungerechtigkeiten und steht für andere ein, dadurch ist sie mitunter manchmal sehr impulsiv, was ihr oft Schwierigkeiten einbringt – die sie aber nicht immer scheut, wenn es darum geht für andere einzustehen. In Bezug auf die Macken der anderen ist sie aber tolerant (auch wenn sich so manch unausgesprochenen Gedanke hierzu in ihrem Kopf bildet), außer der oder diejenige verletzt damit absichtlich ihre Gefühle. Was soll man sagen – Katzen vergessen nie!

Kitty Kathstone Band 1 - Copyright by Rubinstein-Pavlov

Verständlicherweise! Ungerechtigkeiten sind für mich auch nur schwer zu ertragen! 
Mal angekommen, Kitty wäre nicht an die C.O.G gekommen, sondern nach Hogwarts – in welches Haus hätte sie der sprechende Hut wohl gesteckt? Kannst du sie mit einer anderen Buchfigur vergleichen?

Also ich denke, Hogwarts wäre nicht so ganz Kittys Ding … die mythologischen Wesen sind ja nicht immer magisch … aber so ein Ausflug nach Hogwarts hätte sie sicher in Dumbledores Büro gebracht :).

Und zum Vergleich … puh, da fällt mir so abrupt niemand ein – also jemand mit dem sie sich zu 100 Prozent deckt. Aber sie ist definitiv die Sparte: eigenständiges Mädchen, das nicht auf den Mund gefallen ist und Sachen auch selbst anpackt.
Kitty Kathstone Band 1 -
Copyright by Rubinstein-Pavlov

Hehe, den Vergleich mit Pippi Langstrumpf habe ich ja beim ersten Kontakt mit Kitty gezogen, trifft es aber auch nicht so ganz...

Erzähl uns doch mal eine geheime Information zu „Kitty Kathstone“, die niemand kennt!

Die kenne ich selber auch noch nicht  – Larry hat mir da noch nichts verraten, der macht immer einen auf geheimnistuerisch! Aber so eine kleine Insiderinformation wäre, dass eine Illustratorin so begeistert war, dass sie einfach angefangen hat Bild zu Kittys Geschichte zu zeichnen und Kitty Kathstone nun vielleicht bald bebildert ist. Das Künstlerduo ist übrigens Rubinstein-Pavlov (https://www.rubinstein-pavlov.com) !!!


David Niven, besagter letzter Gentleman ;)
Foto von hollywoodsgoldenage.com


Wunderschön!! Ich liebe das Bild im Wohnzimmer! Das bringt mich auf eine Idee...
Den Erzähler des Buches, den Hund eeeh… Saluki „Larry“ gibt es ja nun auch bei dir zu Hause im Wohnzimmer. Warum erzählt ausgerechnet er Kittys Geschichte? Was verbindest du mit deinem Larry?

Also so richtig beantworten kann ich das ja nicht, ansonsten würde ich das Ende von Band 2 spoilern und das will bestimmt niemand – oder etwa doch? Das Erste was mir zu Larry einfällt, ist David Niven – der letzte Gentleman.


In Kittys Welt gibt es unglaublich viele mythologische Figuren und Motive – hast du viel dafür recherchiert? Oder hast du beruflich auch viel mit solchen historischen Sagenfiguren zu tun?

Ich habe einerseits viel recherchiert, andererseits bringt mein Beruf es mit sich, dass ich mich mit Mythologie auseinandersetze, einfach weil dies zur Welt der Geschichten dazugehört – egal ob es sich um das gedruckte Wort oder das bewegte Bild handelt. Privat bin ich einfach fasziniert von der Vielfalt der unterschiedlichen Mythologien, und dass sie sich letztendlich doch auf einen gemeinsamen Nenner herunterbrechen lassen. Obwohl der Mensch glaubt, dass wir unterschiedlich sind ... haben wir doch so vieles gemeinsam – deshalb liebe ich Mythologie, weil sie mich daran erinnert, dass der gleiche Gedanke, die gleich Idee, das gleiche Bedürfnis nur in andere Kleider gekleidet ist – that's it!

Was wünschst du dir für Leser? Für wen ist Kitty entstanden?

Also primär wünsch ich mir Leser, die Spaß mit Kitty und all den anderen Figuren haben. Humor und Reflektion sind für mich im Leben wichtig, das ist wahrscheinlich auch in das Buch miteingeflossen. Ich wünsch mir Leser, die Dinge aus mehreren Blickwinkeln betrachten können und die ein bisschen über den Tellerrand blicken können und keine Berührungsängste mit neuen Dinge haben – seien es Namen, Wesen etc. – die Welt ist wunderbar, weil sie vielfältig ist … Ich wünsch mir Leser, die Kitty vielleicht ein zweites Mal lesen und wieder etwas Neues entdecken, ich wünsch mir Leser, die sich in unserem hektischen Zeitalter Zeit nehmen um Kitty zu lesen … und zuletzte kann ich dennoch an dieser Stelle nur Jim Henson zitieren: Life is much too short, to take it too serious!

Sir Larry und sein treuer Freund Villard
Ein tolles Zitat!
In „Kitty Kathstone“ gibt es unheimlich viele Filmtipps und Songs, die Kitty gerne hört, oder die zu einer gewissen Stimmung von ihr passen. Das habe ich vorher in einem Buch noch nie so stark gesehen. Wie kommen diese Verweise zustande?

Ich liebe Musik und Film – dadurch, dass ich hauptberuflich Regisseur bin, bin ich es gewohnt verschiedene Ebenen zu bedienen, um den Zuseher in einen emotionalen Zustand zu versetzten. Die erwähnten Songs sind für mich, wie der der Soundtrack zum Buch. Ich finde es einfach nett, wenn vielleicht der eine oder andere Leser, die erwähnte Nummer hört, während er die Szene liest. Das macht zumindest für mich das Ganze nochmals dichter.
Die Filmzitate kommen daher, dass ich ein hoffnungsloser Filmfreak bin, schon immer war und immer sein werde …

Wie kommt es eigentlich immer zu diesen supergenialen Grafiken zum Buch? Stundenpläne, eine Zusammenfassung von Kittys Welt – und das Cover ist einfach außergewöhnlich schön!

Nachdem ich eben Regisseurin bin und mein Sternzeichen Waage =) ist, ist für mich die Optik ebenso wichtig und ausschlaggebend – ich wollte, dass Kitty einen ganz eigenen Look bekommt, der dann letztendlich, wenn man die Geschichte kennt, bei näherer Betrachtung auch absolut Sinn macht. Und ich wollte auf keinen Fall das hundertste Genrecover. (Ich kauf zwar nie ein Buch rein nach Cover, dennoch spricht es einen an, das ist mir auch bewusst.) Letztendlich möchte ich aber, dass die Leser Freude an Kitty haben und deshalb haben wir uns da ganz viel einfallen lassen für Leser, die mehr möchten.

Tausend Dank für deine Zeit und deine Antworten, liebe Sandra! Ich wünsche dir Millionen Leser, wie du sie beschrieben hast, und natürlich ganz viel Erfolg auch mit dem zweiten Teil deiner Kitty ;)
Kitty Kathstone Band 1 - Copyright by Rubinstein-Pavlov

Lisa Sonnenschein
Hallo ihr Lieben und fröhlichen Welttag des Buches! 

Ich bin bei der Aktion "Blogger schenken Lesefreude" dabei und widme meinen Tag heute ganz der wunderbaren Buchreihe Kitty Kathstone von Sandra Öhl! Lehnt euch also mit Teechen und Einhornkeks zurück und lasst euch auf diese grandiosen Bücher ein - wir starten mal mit einer kleinen "Worum geht's überhaupt"-Episode, andere Beiträge findet ihr über den Tag verteilt und natürlich gefolgt von einem Gewinnspiel zum Buch ;)!

Worum geht's überhaupt?



Sie ist schlagfertig und zieht Schwierigkeiten an wie das Licht die Motten, Da ist es auch kein Wunder, dass ausgerechnet an Kitty fünfzehntem Geburtstag alles schief läuft. Und als wären es nicht genug Katastrophen für einen Tag (nebst dem spurlosen Verschwinden ihres Vaters), eröffnen ihr ihre zurückhaltende Mutter und die resolute Großmutter das lange totgeschwiegene Familiengeheimnis. (Nichts Neues, denkt Ihr? Naja, seid Euch da mal nicht so sicher)

Kitty findet sich schneller, als ihr lieb ist, in einer Welt voller Mythen wieder, bevölkert von Gorgonen, Formwandlern, japanischen Einhörnern, Walküren und anderen unglaublichen Wesen, in der es aber vor allem um eines geht: Gemeinsam mit 14 Guardians und jahrtausendealten Steinen, das Gleichgewicht des Universums zu bewahren.

Ein fantastisch-komisches Abenteuer, das einen mit viel Humor, Spannung, Familiensinn, einem Quentchen Philosophie und einer schlagfertigen Protagonistin von Little's Law über die schwarze Stadt Khara Khoto bis nach Berlin führt.

...Ach ja, und dann gibt es da noch einen Jungen mit leichtenden, bernsteinfarbenen Augen und natürlich meine Wenigkeit, die diese unglaubliche Begebenheit erzählt.

Ihr ergebener Sir Larry Oehl
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Okay, das klingt ja witzig - was kannst du noch dazu sagen?

Das Wunderbare am Kitty Kathstone Universum ist eine riesige Vielfalt! Kitty ist eine unheimlich großartige Protagonistin, mit der ich mich supergut identifizieren konnte. Auf der Figur aufbauend hat sich allerdings mittlerweile nicht nur ein riesiges Buchuniversum entwickelt, sondern auch interaktive Inhalte, die einen noch mehr in die Geschichte ziehen. So gibt Kitty immer wieder Filmtipps oder man erfährt, was sie grade für Songs hört. Diese Zusammenfassungen gibt es auch auf der Homepage zum Buch - nämlich hier. Auch Stundenpläne, witzige Wallpapers, Lesezeichen und eine Übersicht über Kittys Welt kann man sich hier kostenlos runterladen.


Wer jetzt den Links gefolgt ist, hat gemerkt, dass Kitty einen verdammt guten Musikgeschmack für ihr zartes Alter hat. Und da ist wichtig zu wissen: das Buch (bzw. die Reihe) ist ein all age Roman - das KANN verwirren (ging mir übrigens auch so - meiner Rezension hier zu entnehmen). Beschäftigt man sich aber länger mit Kitty und ihrer Welt, ergibt ganz bald alles einen Sinn und wenn man sich nur ein bisschen zurücklehnt und sich auf die bunte Verrücktheit des Romans einlässt, merkt man sehr schnell, dass man da auf etwas Wunderbares gestoßen ist...

Wer jetzt so RICHTIG Lust hast, reinzuschnuppern, der darf sich mit wachsender Begeisterung auf die Leseprobe von Kapitel eins stürzen: