Lisa Sonnenschein
Sodale - Fortuna hat gesprochen, das Gewinnspiel ist ausgelost!

Gewonnen haben:
Die Krankheitensammlerin - Acki Sieper
Verlorener Stern - Angela K
Die Fuchsreihe - Jette Hilderhof

Herzlichen Glückwunsch ihr drei! Meldet euch doch bitte bis zum Ende der Woche mit euren Adressen bei mir :)!
Lisa Sonnenschein
Kürzlich habe ich eine wunderbare Aktion bei Scrap Impulse aufgetan - den Freitagsfüller. Jeden Freitag gibt es von ihr einen wirklich kreativen Lückentext zum Selbst-ausfüllen :).
Macht doch auch mal mit, ich finde, die Fragen lohnen sich!



1. Es ist Karneval und ich krieg' die Krise...

2. Verrückte Menschen mit bunten Holzmasken - irgendwie mag ich diese Bilder.

3. Als Kind war mein Lieblingskostüm zum Karneval ein Rabenkostüm (meine Mama, die Wahnsinnige, hat damals ALLES selber genäht).

4. Aber an Karneval war ich noch nie in hohen Hacken unterwegs.

5. Am Sonntag ist die Oscar-Verleihung, ich gucke sie nur wegen der schönen Kleider ;).

6. Mein Freund hat es auf jeden Fall hinter sich, wenn die Nacht dann vorbei ist.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Backen einer Schwarzwälder Kirschtorte, morgen habe ich den Geburtstag meines Freundes geplant und Sonntag möchte ich meine Hausarbeit endlich beenden.


Ein schönes Wochenende wünsche ich euch! :)


Lisa Sonnenschein
Auf dieses Buch gestoßen bin ich durch die Aussage "ein packender psychologischer Thriller für alle Fans von Gone Girl [...]." 
Ich fand "Gone Girl" einfach durch die Wendungen darin ganz famos und wollte mich darum auch an diesem Buch versuchen.
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Leah führt ein zurückgezogenes Leben, meidet den Kontakt zu Menschen, lebt eigentlich nur für ihre Arbeit in der Bibliothek und hat ein finsteres Geheimnis. Ihr mühsam zusammengebautes Kartenhaus droht jedoch in sich zusammenzustürzen, als sie an diesem einen, ganz besonderen Jahrestag eine Karte im Briefkasten hat. Darin nur ein kurzer Kommentar und ihr Name...

Ich bin mir nicht sicher, ob sich das Buch überhaupt als Thriller einordnen lässt. Die Handlung verläuft sehr ruhig und man ist eigentlich mehr durch das Rätselraten gepackt, als durch greifbare Spannung. Der eigentliche "Thriller" verläuft nämlich, wie oben bereits angedeutet, auf psychologischer Ebene. 

Leider äußert sich das in der ersten Hälfte des Buches durch die ewigen Textpassagen der Art "Wenn er/sie/es mein Geheimnis kennen würde, würde er/sie/es mich hassen", "Aber durch meine finstere Vergangenheit kann ich es mir nicht leisten, xyz zu machen" oder "Wie kann ich überhaupt xyz, wenn ich doch der schlechteste Mensch auf der Welt bin". 
Es ist legitim, das finstere Geheimnis der Protagonistin vorerst geheim zu halten, das geht jedoch meiner Auffassung nach auch eleganter. Zwischenzeitlich ist mir Leahs Geheimniskrämerei und ihr Selbstmitleid wirklich auf die Nerven gegangen.

Gelungen fand ich dagegen die Zeitsprünge in Leahs Vergangenheit (unterteilt nach Kapiteln), das hat dann schon eher Spannung aufgebaut und ließ mich gerne mal "nur noch das eine Kapitel" lesen. Auch der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ich fand es so gar nicht schlimm, dass die Handlung eher leise verlief und weder wilde Verfolgungsjagden noch blutige Kämpfe darin vorkamen. Das war dann doch wieder sehr "Gone Girl".

Abschließend: Mal was anderes! Das Buch spielt auf einer ganz anderen Ebene, als der klassische Psychothriller und das mochte ich. Leider konnte ich die Handlungen der Protagonistin stellenweise nicht nachvollziehen und sehr, sehr schade war auch, dass ich die Auflösung am Ende schon riechen konnte, als Leahs düsteres Geheimnis noch gar nicht aufgedeckt war (geschweige denn ihr Verfolger). Dabei schreibt die Autorin im Nachwort sogar ganz sympathisch, dass sie hofft, mich mit den Wendungen des Buches überrascht zu haben. Ein schön geschriebenes Buch, das mich leider nicht vollends überzeugen konnte.
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Kathryn Croft: Girl With No Past. Erschienen am 16. Februar 2017 im INK-Verlag. Kostenpunkt: 15,00€ broschiert.
Lisa Sonnenschein
Hast du eine (oder mehrere) lustige/fantastische/schaurige/spannende Idee für eine Kurzgeschichte und Lust, sie endlich niederzuschreiben?

Für die Veröffentlichung auf der Leipziger Buchmesse dieses Jahr sucht der kladde|buchverlag noch kreative Schreiber, die Lust haben, Kurzgeschichten verschiedenster Genres in Chat-Form zu verfassen.
Das Ganze wird als App erscheinen, die Leser haben also hinterher den Chatverlauf auf dem Handy, über den sie die Geschichte verfolgen können.


Vorgaben gibt es nicht viele, die Geschichte sollte nur aus einem Chat- oder SMS-Dialog von zwei oder mehr Personen bestehen! Anregungen gefällig?
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Ein Mädchen allein im Park fühlt sich verfolgt und
schreibt ihrem Freund. Ist er am Ende selbst ihr
Stalker?

Tom ist durch ein Wurmloch im Mittelalter gelandet,
aber er kann noch 20 Nachrichten an seine Freunde
senden: wie wird er diese Botschaften nutzen?
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Wenn du Lust hast, dich an diesem außergewöhnlichen Format zu versuchen und eine Kurzgeschichte für das Projekt zu schreiben, wende dich gerne an:

chead@kladdebuchverlag.de

Viel Erfolg beim Schreiben - möge die Muse küssen!

Lisa Sonnenschein
Schnapszahl-Alarm! Auf meiner Facebookseite tummeln sich seit einiger Zeit 1.111 Leser :) 
Da ist doch mal wieder ein Gewinnspiel angesagt, finde ich.
Zu gewinnen gibt es diesmal drei Bücher, die mir besonders am Herzen liegen - keine der drei Autorinnen hat einen großen Verlag mit gigantischer Marketingabteilung hinter sich und alle freuen sich über Leser und Unterstützung. Außerdem (und das ist viel wichtiger!!) sind alle drei Bücher auf ihre ganz eigene Art wunderbar geschrieben und von mir viel-empfohlen. Ich gönne es euch, zwischen diesen Zeilen zu versinken!

Außerdem gibt es von mir obendrauf noch eine Horde Goodies, Lesezeichen, Postkarten, Leseproben, was mir sonst noch so einfällt und eine Tafel der legendären Ritter Sport Einhornschokolade!
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Die Krankheitensammlerin - von Kia Kahawa


Fiona würde gerne ein sorgenfreies Leben führen. Doch das Schicksal scheint nicht auf ihrer Seite zu sein. Nachdem schon vor Jahren Depressionen, Selbstwertprobleme und körperliche Belastungen von ihr Besitz ergriffen haben, wird ihre ungewöhnliche Sammlung ergänzt: Sie hat eine kranke Schilddrüse.
Bevor es noch schlimmer kommen kann, entscheidet sie, ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen und ihr Leben radikal zu wenden. Pünktlich zum neuen Jahr soll alles anders werden.

Doch Fionas Wandel wird ihr von Freunden, Familie und Kollegen nicht erleichtert, im Gegenteil. Keiner hält es für nötig, die junge Frau zu unterstützen, sodass sie sich selbst helfen muss, um ihre Pläne durchzusetzen. 
Koste es, was es wolle.

Zu meiner Rezension zum Buch geht es hier.

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Die Fuchsreihe - von Nicky P. Kiesow


Während Sisandra dazu auserwählt wird, die nächste Aurora des Clans zu werden, muss sich ihre Zwillingsschwester einer Ausbildung unterziehen, die ihr große Opfer abverlangt. 
Denn Maykayla ist nichts anderes als eine Tori und damit von den Tiergeistern auserwählt, ihre Heimat und die Auroras der Clans vor möglichen Feinden zu beschützen.
Sehr zum Missfallen von Sisandra, die alle Familienbande gekappt hat und Maykayla auf den Tod nicht ausstehen kann.

Gewinnen könnt ihr hier die Zusammenfassung der ersten drei Teile der Buchreihe als Taschenbuch.


Zu meiner Rezension zum Buch geht es hier.

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Verlorener Stern - von Mona Silver

Philip Benett, Träger der Alten Seele Ka'athorn, glaubt in der 7-jährigen Hannah seine Nachfolgerin gefunden zu haben. Doch dann bringen seine unerwarteten Gefühle für ihre Mutter Victoria alles durcheinander. Gegen jede Vernunft ist er bereit, die Gesetze und Regeln seines Volkes zu brechen, um mit ihr zusammen sein zu können. Für sie stürzt er sich in lebensgefährliche Abenteuer und nimmt bittere Konsequenzen auf sich, als das Leben ihrer Tochter auf dem Spiel steht. 

Erst als das Schicksal seines gesamten Volkes von der Entscheidung des Paares abhängt, wird klar, dass ihr Zusammentreffen kein Zufall war.

Zu meiner Rezension zum Buch geht es hier.


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Wenn ihr mitmachen wollt, beantwortet mir hier oder auf Facebook (doppelte Chance, falls ihr beides macht!) einfach die folgende Frage:

Welches ist eurer allerliebstes Indie/Selfpublishing-Buch? (Solltet ihr kein Buch aus der Kategorie kennen, reicht auch einfach euer Lieblingsbuch)
Lasst mich außerdem wissen, welches der drei Bücher ihr am liebsten gewinnen möchtet.

Teilnehmen könnt ihr hier und auf Facebook bis Sonntag, 26. Februar 2017, 23:59 Uhr. Viel Glück!


Die Teilnahmebedingungen:
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärst Du dich einverstanden, dass Du als Gewinner öffentlich genannt werden darfst.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Lisa Sonnenschein
Auf Facebook läuft grade eine Aktion unter dem Hashtag #diesesBuchhateinenHypeverdient - zu bestimmten Themen empfehlen Leser, Autoren, Blogger und Verleger Bücher von Autoren, die nicht für einen der ganz großen Verlage schreiben. "Ein Herz für Indies" hat eine Kollegin die Aktion mal zusammengefasst.

Heute ist das Thema "Aufbruch und Veränderung" angedacht und dazu möchte ich nun auch mal eine Empfehlung aussprechen! 
Mein Highlight-Buch 2016 war "Die Krankheitensammlerin" von Kia Kahawa. In dem Buch geht es um Fiona, die nicht nur mit diversen körperlichen Erkrankungen, sondern auch mit ihrem Übergewicht und ihrem Selbstbewusstsein kämpft. Zu Silvester entschließt sie, dass sich alles ändern muss - und zwar JETZT sofort! Ein Weg, der sie von Manie zu Depression stürzen lässt und auf einmal ist sie doch wieder ganz verloren im Umgang mit sich selbst (zu meiner Rezension zum Buch geht es hier).



Das Buch fand ich deswegen so beeindruckend, weil es realistisch ist. Hier passieren keine überraschenden Wendungen, das Glück fällt nicht einfach so vom Himmel und niemand kommt auf weißem Ross und rettet unsere leidende Protagonistin. Die Handlung lässt einen aber auch nicht in Melancholie stürzen, vielmehr ist sie, wie das Leben selbst - manchmal richtig witzig, selbstironisch und voller interessanter Begegnungen und manchmal eher ruhig, zurückgezogen und bedacht auf sich selbst.
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Was mich auch dazu gebracht hat, diese Empfehlung hier auszusprechen, ist die Tatsache, dass die Autorin ihre Homepage so liebevoll und kreativ pflegt. In regelmäßigen Abständen postet sie dort "Teetexte", Texte, die genau einen "Tee lang" sind. Ich liebe es total, ihre Gedanken und Ideen dort zu verfolgen und (mit Tee in der Hand!) herumzuschmökern. Das Talent dieser Autorin hinsichtlich ihrer Beobachtungsgabe und des In-Worte-fassens ist einfach grandios!
Wer Lust hat, sich mal mit ihren Teetexten, Hörspielen und Fotografien zu beschäftigen: über die verlinkte Homepage findet ihr alles, was ihr wissen müsst.

Dieses Buch hat einen Hype verdient!
Lisa Sonnenschein
Vielen herzlichen Dank lieber Carlsen Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares!

Irgendwie war ich mal wieder in der Stimmung für ein etwas anderes Buch und der Klappentext (findet ihr über den Link oben) ist mir mit Anlauf ins Gesicht gesprungen ;)
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Pearl führt seit ihrer Geburt ein abgeschottetes Leben. Die Gemeinschaft, in der sie lebt, und ihr Oberhaupt "Papa S." halten sich von der Außenwelt fern und leben und arbeiten auf einem kleinen Hof mitten in der Natur, die sie verehren. Kontakt zur Außenwelt ist verboten, alles Unnatürliche ebenso. Als sich Ellis, ein Junge in Pearls Alter, und seine Familie der Gemeinschaft anschließen, gerät in Pearls Weltbild so einiges durcheinander...

Das Buch ist aus der Sicht von Pearl verfasst - sie ist ein sehr naives, weil unerfahrenes junges Mädchen und noch viel mehr Kind, als Erwachsene (oder Jugendliche). Das macht es zeitweise unheimlich anstrengend, ihren Gedanken zu folgen, man möchte sie die ganze Zeit gedanklich anstupsen und Justus Jonas-mäßig die Lösung zu ihren Wahrnehmungen präsentieren! Andererseits hat diese Sicht den interessanten Effekt, dass man eben in Pearls Beobachtungen unheimlich viel hineininterpretieren kann - was zeitweise mit Blick auf die Männer der Gemeinschaft wirklich widerlich ist...

Diese Interpretationsfreiheit macht die Geschichte sehr emotional und obwohl (bis auf ein furioses Finale) gar nicht so viel passiert, hat sie mich unheimlich mitgenommen. Ein bisschen vermittelt das Buch auch, dass es besser ist, Dinge zu hinterfragen und eigene Erfahrungen zu machen - ohne allerdings mit der moralischen Keule um sich zu schlagen oder belehrend zu wirken.

Insgesamt hat diese Geschichte eine sehr melancholische, tiefgehende Art (wenn man denn die Beschreibungen Pearls zu interpretieren versteht - ich kann mir auch vorstellen, dass es auf eine sehr naive, distanzierte Weise gelesen werden kann). Mich hat besonders die Frage sehr beschäftigt, ob es tatsächlich eine "Gemeinschaft" gibt, auf die sich die Autorin mit diesem Buch bezieht - leider bin ich auch nach längerer Suche nicht fündig geworden. Wenn ihr Ideen habt, lasst es mich gerne wissen, ich würde da unheimlich gerne mehr erfahren...

"Hier musst du glücklich sein" schafft einen Genre-Spagat zwischen Jugendbuch und sehr erwachsener Literatur. Wer Fantasy-Elemente oder anhaltende Spannung sucht, ist hier an der falschen Adresse, das Buch bleibt realistisch ohne explizit zu werden und erhält auch nur dadurch seinen sehr emotional-berührenden Charakter.

Meine Empfehlung hat dieses Buch! Auch wenn es nicht ganz ohne ist, hat es mich doch über zwei Tage sehr begeistert, schockiert und traurig gemacht. Sehr gelungen!
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Lisa Heathfield: Hier musst du glücklich sein. Erschienen am 22.Dezember 2016 im Carlsen-Verlag. Kostenpunkt: 16,99€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein
Heute machen wir mal was Witziges! Sarah von Bookprincess hat eine lustige Blogparade ins Leben gerufen - Das Buch, der Autor und du. Dabei sind einfach ein paar Fragen zu beantworten und natürlich auch (unter dem oben verlinkten Beitrag) die witzigen Antworten der anderen Teilnehmer zu erkunden. Legen wir los! =)

Das Buch

Welches Buch muss jemand lesen, damit du ihn in der Bahn ansprichst?
Das ist gar nicht so schwer - weil ich ein ziemlich offener Mensch bin, haben mich die Leute schon an der Backe, wenn ich das Buch nur gelesen und für gut befunden habe ;)!

Hast du mal ein gutes Buch mit einem realen, aber ungewöhnlichen Schauplatz gelesen?
Dazu fällt mir nur ein Anekdötchen ein - für einen Urlaub auf Helgoland habe ich ziemlich wahllos Urlaubslektüre eingepackt. Die Wahl fiel ausgerechnet auf "Abgeschnitten" von Fitzek - das Buch ist ziemlich finster und schaurig und spielt - auf einem vom Festland abgeschnittenen Helgoland! Das war mal ein Leseerlebnis der anderen Art, denn die Schauplätze auf der kleinen Insel kann man alle zu Fuß abgehen.

Der Autor

Wie hast du deinen Lieblingsautor gefunden oder er dich?
Meine Lieblingsautorin ist (unter so einigen anderen) Cornelia Funke und ich habe sie gefunden, weil meine Oma mir damals den ersten Tintenwelt-Roman geschenkt hat. Danach habe ich alles von ihr verschlungen! :)

Welches Buch ist das Beste von deinem Lieblingsautor?
Das ist schwer! Entweder die Tintenwelt-Reihe (die mir allerdings der Film dazu ein bisschen zerstört hat) oder "Drachenreiter" - ein unheimlich großartiges und fantasievolles Buch. Und bin ich die Einzige, die die Illustrationen der Autorin so vergöttert?

Du

Auf welches Buch in deinem Regal bist du wirklich stolz?
Das ist wohl "Noel&Noelle" von Nicky P. Kiesow. Es war das erste Buch, an dem ich richtig gewissenhaft als Lektorin mitgearbeitet habe. Ich habe unheimlich viel mit der Veröffentlichung dieses Buches gelernt und mittlerweile korrigiere ich regelmäßig für vielerlei Autoren :)

Welche fünf Eigenschaften zeichnen dich als Bücherwurm aus außer Lesen?
- Ich horte Bücher. Wirklich, das ist schon fast krankhaft. Ich habe ein gigantisches Regal mit ungelesenen Büchern. Während ich gelesene Bücher nicht unbedingt behalten muss (und deswegen nur wenige davon habe), bringe ich es nicht übers Herz, die ungelesenen Exemplare wegzugeben.
- In Gesprächen mit Freunden kommen wir IMMER irgendwann auf Bücher zu sprechen. Und am Ende ist das riesige Regal schon wieder voller ;)
- Ich komme nie ohne Buch (oder wenn's ganz übel ist gehen auch sonstige Kleinigkeiten) aus der Buchhandlung raus. Es muss der Geruch frisch gedruckter Bücher sein, anders kann ich's mir nicht erklären!
- Es liegt mir im Blut! Wenn ich zu Hause bei meiner Familie bin, kann es schon mal vorkommen, dass meine Mama und ich abends nebeneinander auf dem Sofa sitzen und lesen. Sie liest sogar noch schneller als ich und versumpft genauso im Buch, ohne die Realität noch mitzubekommen.
- Ich bin bestens über sämtliche Aktionen, Ausverkäufe und Versanderlasse auf Rebuy, Arvelle und Medimops informiert. Ehrlich, wenn ihr Schnäppchen sucht, fragt mich :D!
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Und jetzt ihr! Hättet ihr ganz anders geantwortet? Was macht euch zum Bücherwurm? Nehmt doch auch einfach mal an der Blogparade teil und verlinkt euren Beitrag unter Sarahs kleinem Aufruf. Viel Spaß!
Lisa Sonnenschein
Hier haben wir mal wieder einen Reihenauftakt! Diesmal aber einer der etwas anderen Art, Lisa-mäßig ;)
Ich habe bisher keinerlei Kontakt zum Genre "Steampunk" gehabt (von diversen modischen Irrgängen mal abgesehen *räusper*) und war vielleicht auch aus diesem Grund ein bisschen hin und her gerissen zwischen völliger Begeisterung und dezenter Überforderung.

Meine Videorezension dazu beginnt bei Minute 4:41.



Einen Protagonisten kann ich für dieses Buch gar nicht so richtig benennen. Vielmehr sind wir gleich mit einer ganzen Gruppe ganz spezieller Persönlichkeiten unterwegs im London des Jahres 1887. Unsere Gruppe findet sich zusammen, weil Victor Berlington seine verstorbenen Eltern des nachts immer häufiger bei sich im Schlafzimmer antrifft - als Geister. Und dann kommt alles Schlag auf Schlag...

Das Buch will von Anfang an sehr viel auf einmal. So hatte ich Probleme, mich in die einzelnen Charaktere einzufühlen und zu verstehen, wo die Handlung jetzt eigentlich genau hin will. Bekämpfen wir Geister? Suchen wir zwei vermisste Freunde? Müssen wir uns im viktorianischen London zurechtfinden? Geht es vielleicht doch um die zwischenmenschliche Ebene und uns erwartet eine Liebesgeschichte? Die Antwort ist: ja. Es wird viel hin und her gesprungen zwischen Erzählperspektiven und Handlungssträngen, teilweise wird die so stimmig aufgebaute Atmosphäre gar nicht als Stärke des Romans ausgespielt.
Das Buch ist ein Reihenauftakt, die Autorin MUSS hier also ihre Charaktere einführen und uns eine Welt präsentieren, in die es sich zurückzukehren lohnt - das ist zugegeben im Rahmen eines 270-Seiten-Buches nicht ganz ohne.

Als ich mich dann zurechtgefunden hatte, habe ich mich auch wirklich in jede einzelne der Figuren verliebt! Wie sie gemeinsam agieren, sich verständigen und trotzdem jeder seine eigene Hintergrundgeschichte mitbringt, ist wirklich ein vielschichtiger, fesselnder Aspekt dieser Handlung und ich bin gespannt auf mehr. Was ich auch ganz großartig fand, waren die Horror-Elemente, die immer wieder aufkamen - und da waren die Eltern von Berlington noch ein wahrer Segen ;). Die Geschichte ist an den richtigen Stellen wirklich unheimlich atmosphärisch geschrieben, ich kann mir vorstellen, dass die Reihe damit in den Folgebänden noch so einiges an Suchtpotenzial aufbauen kann.

Für mich war auch der Ausflug in die homo-erotische Romantik-Ecke etwas ganz Neues. Was mich am Anfang noch völlig begeisterte (Uh, homosexuelle Neigungen im viktorianischen Großbritannien, das kann tödlich enden!), wirkte mir nach dem dritten derart zusammengestellten Pärchen dann doch etwas gezwungen. Da hätte mir dann doch die eine Liebesgeschichte gereicht. Allgemein gehen die Protagonisten sehr offen mit ihren Gefühlen um, oft wird nach wenigen gewechselten Sätzen geduzt. Es wird zwar erwähnt, dass das eher ungewöhnlich ist - für eine Zeit, in der Kinder sogar ihre Eltern siezen, finde ich diesen Ausdruck allerdings eher untertrieben.

Alles in Allem haben wir hier einen spannenden Reihenauftakt, der mehr erwarten lässt. Bis hierher ist einfach unheimlich viel Genretypisches und viel Handlung in wenigen Buchseiten verpackt. Ich werde trotz der Kritikpunkte, die ich hier angemerkt habe, die Arbeit der Autorin weiterverfolgen, auch weil sie hier eine absolut zauberhafte Facebookseite unterhält und mit Fakten über den Steampunk aufwartet. Diese Buchreihe ist wirklich etwas Besonderes!
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Amalia Zeichnerin - Anderswelt, Berlingtons Geisterjäger 1. Erschienen am 5. Dezember 2016 bei CreateSpace. Kostenpunkt: 10,00€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein

Es ist soweit! Tag eins der Fantasywoche und ich darf euch ausgerechnet die Talente-Reihe von Mira Valentin vorstellen! :) Warum ausgerechnet? Na, weil es da so unheimlich viel zu berichten gibt, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll...
Wahrscheinlich vorne - bei "Das Geheimnis der Talente" (zu meiner Rezension geht's hier)
"Das Geheimnis der Talente" ist der erste Teil einer Jugendfantasy-Buchreihe. Ursprünglich sind die Bücher bei Carlsen bittersweet ausschließlich als E-Books erschienen. Weil die Nachfrage groß war, gab es bald auch die Zusammenfassung von jeweils drei E-Books als Taschenbücher. So entstanden die drei Printbücher.
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In der Reihe geht es um Melek. Die findet durch ein Basketballtraining unter sehr mysteriösen Umständen heraus, dass sie ein "Talent" ist und als solches die fiesen "Dschinn" bekämpfen muss, die immer wieder auftauchen und Menschen all ihre Gefühle durch einen Kuss auf den Mund rauben. 

Die Talente treten folglich auf, wie eine kleine Gruppe aus Elitekämpfern für das Gute. Es gibt verschiedene Eigenschaften ihrer Mitglieder - zusammen agieren immer 12 von ihnen als Team. Ein Anführer, ein Telekinetiker, ein Kommunikator, ein Tiersprecher, zwei Volltreffer (zu denen auch Melek zählt), zwei Wettläufer, zwei Muskelprotze und zwei Orakel. Und lasst euch von dem niedlichen rosa Buchcover bloß nicht irritieren, in dieser Geschichte geht es hoch her und Melek hat auch bei Weitem noch mehr auf dem Kasten, als nur Basketballspielen! Wer jetzt neugierig ist, kann ja einfach mal bei der Aufnahme einer kleinen Live-Lesung der Autorin reinschauen - die findet ihr hier.

Ihr könnt sogar selbst ein Teil der "Armee der Talente" werden und hier einfach mal den Test machen, welches Talent in euch schlummert ;). Ich bin eine Wettläuferin geworden.
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"Anfangs war ich ein klein wenig skeptisch, aber als ich dann begonnen hatte, zu lesen, war es so fließend, dass ich die 224 Seiten in einem Zug durchgelesen habe."Caras Bookish Paradise

"Ich kann hier jedem nur empfehlen, sich sofort auf dieses Buch zu stürzen - es ist so originell und bringt frischen Wind ins Genre" - Klaudia von herzdeinbuch

"Ich wollte immer wissen, wie es weitergeht, konnte nicht aufhören zu lesen und bin von der Geschichte um die Talente begeistert." - Veronika von Lila Bücherwelten
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Ein schnöder Test ist aber noch nicht alles, was Mira Valentin um ihre Buchreihe aufgebaut hat. Die "Armee der Talente" hatte sogar schon ein eigens organisiertes Treffen in eben dem Wald, in dem Melek und Co. auch im Roman unterwegs sind.


Neben der Schwäche für das Cosplay, die die Autorin munter an ihre Armee weitergibt, scheint das Buch ansteckend zu sein. So wurden nicht nur diverse weitere Cosplayer rekrutiert, bis alle Mitglieder der Armee aus dem Buch vollzählig waren - mittlerweile gibt es sogar ausgewählte Talente/Dschinn, die ein Bannzeichen auf der Haut tragen. Das dient dann auch im Leben außerhalb des Romans zur Vertreibung des jeweiligen Feindes (und trifft sich ganz gut, Mira Valentin selbst sieht nämlich mittlerweile überall um sich herum die gestaltwandelnden Dschinn).

Das ist Buchliebe, die unter die Haut geht!

Wenn ihr jetzt neugierig auf das Buch seid, schaut einfach mal auf der Facebookseite der Autorin vorbei. Neben Neuigkeiten zu ihrer Buchreihe (so bekommen die E-Books zum Beispiel ein neues Gewand) gibt es dort auch immer wieder Annekdoten über ihre Buchfiguren oder - wie vor Kurzem erst - Aktionen für den guten Zweck. Zur Seite gelangt ihr über diesen Link. Und zum Abschluss noch ein guter Rat von mir:

Lass dich niemals auf den Mund küssen! 

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Mira Valentin: Das Geheimnis der Talente. Erschienen am 18. März 2016 bei Carlsen bittersweet. Kostenpunkt: 14,99€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Heute machen wir mal was Verrücktes - zusammen mit Rebecca vom Buchblog Book"tea"ser habe ich an einer Geschichte geschrieben. Dafür habt ihr auf Facebook die Begriffe vorgegeben. Und das Ergebnis könnt ihr hier nachlesen - viel Spaß!

Teil 1 (geschrieben von Lisa, gepostet hier)


Sie schaffte es noch nicht, ihre Augen zu öffnen – dazu war das Licht, das durch die halb-durchsichtigen Gardinen fiel, noch zu aufdringlich. Ein Stöhnen erfüllte ihr Schlafzimmer, ihre Zunge fühlte sich pelzig an. Das war dann wohl einer zu viel gewesen gestern.
Sie schaffte es irgendwie, einen Arm zu heben und auf dem Nachttisch (war der schon immer so hoch gewesen?) nach ihrem Handy zu tasten. Als sie mit den Fingerspitzen an etwas stieß und es rumpelte, entfuhr ihr ein undamenhafter Fluch. Sofort bereute sie diesen Ausbruch. Ihr Kopf schrillte, von überallher schienen Geräusche auf sie einzustürzen. In der Wohnung über ihr plärrte ein Kleinkind, die kaputte Waschmaschinentrommel in der Rentnerbehausung nebenan hämmerte ihr im Schleudergang die Eindrücke von gestern Nacht ins Bewusstsein. Wozu war sie noch mal dort gewesen? Ein neuer Auftrag? 

Ächzend richtete sie sich auf und starrte auf das Streichholzschächtelchen, das auf dem Boden neben ihrem Bett lag. Er hatte seine Nummer darauf notiert. Sie würde ihn anrufen müssen. Und dabei hatte sie doch in den Ruhestand gehen wollen. Schon vor dreizehn Aufträgen, als sie noch nicht von zwei Margaritas und einem Glas Weißwein einen tierischen Kater bekommen hatte.

Aber John hatte sie doch immer wieder rumbekommen. John Smith – das war nicht sein richtiger Name, das wusste sie. Aber er erinnerte sie an die Zeit, als sie ihn kennengelernt hatte, als sie noch beeindruckt von ihm gewesen war, weil er so erfahren gewirkt hatte, weil er einen sauteuren Anzug getragen und geschwollen dahergeschwafelt hatte. Heilige Scheiße, war sie naiv gewesen. Ein naives, junges Ding – mitten im Jurastudium. Sie musste so 25 gewesen sein, als sie noch die Muße gehabt hatte, stundenlang in ihren Seminaren über Steuervergünstigungsabbaugesetze und all den überflüssigen Kram zu diskutieren. Jetzt, mit 67, hatte sie anderes zu tun. 
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Teil 2 (geschrieben von Lisa)

Sie schwang ihre Beine über die Bettkante und fühlte sich eingerostet. „Gut, den einen Auftrag noch und dann kann dich die Welt mal kreuzweise, altes Mädchen“, murmelte sie vor sich hin und schaffte es nach zwei Anläufen, das Streichholzschächtelchen mit Johns Nummer aufzuheben. Was hatte er jetzt wieder mit ihr vor? Sie schlurfte in die Küche und versetzte dem Wasserkocher einen Schlag auf den Deckel. Das blöde Ding würde sonst nie auf Touren kommen – da waren sie sich irgendwie ähnlich. „Leichte Schläge auf den Hinterkopf erhöhen das Denkvermögen“, hatte ihr alter Herr immer gesagt. Aber er hatte auch gesagt, dass das Wort „Schlag“ nur ein diffuses Produkt der Auslautverhärtung ist und dass ihm das ja mehr wehtäte, als ihr. Sie hatte nie verstanden, was das bedeutete, aber sie hatte verstanden, was Schläge sind. 

Grummelnd entschloss sie sich, es hinter sich zu bringen und die Nummer anzurufen. Während sie ihr Handy zwischen Ohr und Schulter einklemmte und sich das heiße Wasser in ihre Teetasse goss, tutete es dreimal in der Leitung. Eine Stimme meldete sich und knarzte undeutlich in den Hörer: „Animal Crossing New Leaf“. Sie riss die Augen auf, das Handy fiel zu Boden. Es war ihr egal. Sie wusste, was das hieß. Bewegung kam in sie, sie warf sich ein Minikleid über, das so gar nicht zu ihrer Altersgruppe passte, durchwühlte die kleine Kommode im Schlafzimmer, bis sie die Kopfschmerztabletten gefunden hatte, warf sich zwei davon ein. Hektisch griff sie nach ihrer Handtasche, in der sie immer ihre alte Gefährtin Betty – eine Glock 17 aus den 80er Jahren – mit sich herumtrug und stürmte aus der Wohnung.
Der Tee dampfte einsam auf dem Küchentresen vor sich hin.
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Teil 3 (geschrieben von Rebecca)


Als sie das Haus verlassen hatte, kam ihr in den Sinn, dass sie den Tee auf dem Küchentresen vergessen hatte. Sie dachte sich nur: „Ach, was für ein Dussel ich wieder bin.“ Als sie in ihrem ungewohnten Kleid an der Donaudampfschifffahrtskapitänsgesellschaft ankam, wartete John ungeduldig auf sie. Er fragte sie, wo sie denn gewesen war und wieso sie zu spät kam. Sie gab nur leise zur Antwort, dass sie keine Ahnung mehr von gestern hatte und sie den Termin heute vergessen hatte, bis sie die Nummer auf dem Streichholzschächtelchen gesehen und die Nummer  gewählt hatte und ihr dann alles wieder in den Sinn kam. Er runzelte nur die Stirn und sagte mit erhobener Stimme: „Jetzt bist du ja hier.“ 

Als sie sich dann zum Museum hinbegaben und sich geschäftlich alles begutachteten, kamen sie an einem Dinosaurier vorbei, der einen Dinosaurieroberschenkelknochensollbruchverband trug und dabei entdeckte John einen Zettel. Ob das ein Hinweis auf ihre geheime Mission war? Er nahm ihn und zeigte ihn Rosalia. Sie öffnete den Zettel, der gefaltet war, und las ihn durch und sagte zu John: „Das ist der Hinweis! Komm, wir sollten gehen, bevor es dann zu spät ist und wir es nicht mehr schaffen, ihn rechtzeitig zu fangen.“ 
Als sie unterwegs zum Auto waren, fragte sie, was das denn alles zu bedeuten hätte, wieso sie den Spuren folgen müssten und keine Ahnung hatten, um was es denn genau gehe. John erwiderte nur: „Das ist der Auftrag vom Chef.“ Sie nahmen das Auto von Rosalia, da sie ein kleines, unauffälliges fuhr. Angekommen am Ziel, nahm sie nochmals den Zettel und sagte: „Ja, hier müsste es sein.“ Die beiden gingen in das Gebäude rein, als sie den mutmaßlichen Täter sahen. Als sie auf ihn zugingen sahen sie, dass es nur ihr Chef war, der auf die beiden wartete. „Ach, Sie haben es geschafft, hierher zu finden, wie schön!“, sagte der Chef als Rosalia und John mit offenem Mund dastanden. John sagte: „Aber was hat denn das alles zu bedeuten?“ Der Chef, der seinen Namen nie sagte, hatte nur gesagt: „Das erfahrt ihr schon noch. Jetzt müsst ihr aber los!“ 
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Er zeigte auf der Landkarte auf ein Dorf. „Da müsst ihr hin – in 24 Stunden müsst ihr da sein und ihn fangen.“ Als die beiden etwas erwidern wollten, war der Chef schon weg. „Nun gut, dann gehen wir“, sagte Rosalia. Als sie unterwegs waren, hatten sie Hunger und hielten an einer Raststätte an, um zu essen. John sagte: „Es sind nur noch zwei Stunden Fahrt, dann haben wir es geschafft! Hoffen wir, wir finden ihn dann.“ Rosalia ging noch kurz auf das Klo, bevor sie abfuhren. Sie entdeckte im Gebüsch was Komisches und ging näher ran. Als sie sah, dass es ein Einhorn war, erschrak sie. Sie rieb sich die Augen und dachte sich: „Ich kann mir das nur einbilden.“ Doch das Einhorn sagte: „Nein,  ich bin  wirklich hier, ich heiße Fredius und bin hier, um dir zu helfen.“ Rosalia schaut es verdutzt an und sagte: „Bei was helfen?“ „Du musst hier weg, John will dich dem Sparschweinmörder ausliefern, das gehört zum Plan deines Chefs, du musst hier weg!“, sagte Fredius. Sie sagte: „Ja wie soll ich denn einfach verschwinden?“ „Ich verwandle dich in eine junge, hübsche Prinzessin. Los, nimm meinen Glitzerstaub und streu ihn über dich – du bekommst noch magische Kräfte, um die auszulöschen, die das immer wieder mit der älteren Generation machen.“ „Ok gut, Fredius“, sagte Rosalia und machte es, wie zuvor gesagt wurde. Schwubidum und kniersch erklang. Rosalia war eine junge, hübsche Prinzessin und war noch nie so fit. Sie bedankte sich und wollte gehen, als Fredius noch sagte: „Warte, du hast dein Krönchen vergessen!“ Sie setzte es auf und bedankte sich noch mal und ging zum Auto. Sie startete das Auto und ging ohne John weiter, denn sie kannte den Weg.

Angekommen nahm sie all ihren Mut zusammen und sagte irgendeinen Spruch auf, den Fredius ihr zuvor gesagt hatte. Der Sparschweinmörder – so nannten sie ihn, weil er alle Sparschweine von den älteren Leuten nahm, die er zum Opfer nahm, und sie killte. Als Rosalia den Zauberspruch aussprach, wurde er zu einem Frosch und quakte herum. Sie war so froh, dass alles zu Ende war, und da kam ihr John in den Sinn. Was wohl mit ihm geschehen war, denn Fredius wollte sich um ihn kümmern. „Naja, zumindest geht es mir gut und ich kann wohlbehalten heim und mein Rentnerleben genießen!“ Denn Fredius hatte gesagt, dass der Zauber morgen verschwunden sein würde und Rosalia in ihr altes Leben zurückkehren würde.

Ende