Lisa Sonnenschein
Dieses Buch ist anders. Es erzählt eine Geschichte, aber nicht nur mit Worten - einen Großteil der Erzählung bilden Zeichnungen, handschriftliche Notizen, Sticker und Kritzeleien. Und noch etwas ist anders. Die Autorin ist eine populäre Youtuberin. Ich persönlich hatte ihren Namen nie zuvor gehört und war etwas überrascht, als ich auf ihren Youtube-Kanal "kitthey" gestoßen bin.

In "Vergessene Kinder" geht es hauptsächlich um Pia. Pia hat, nachdem ihr bester Freund Momo sich umgebracht hat, das Leben satt und kann mit der Trauer, die sie empfindet, nicht umgehen. Als sie Tom trifft, merken die beiden Außenseiter ziemlich schnell, dass sie sich sehr gut ergänzen und Pia sieht, dass sie auch selbst jemand ist und sich nicht verstellen muss, um bei sich selbst anzukommen.

Die Autorin hat das Buch mit 16 Jahren geschrieben. Das merkt man - der Schreibstil ist schlicht, die Erfahrungsberichte von Pia und besonders ihre handschriftlichen Tagebucheinträge sind sehr theatralisch gehalten. Hatten wir nicht alle diese Phase, in der das Leben keinen Sinn hatte (bei mir war das übrigens die Linkin Park - Phase^^)? 
Eine wirklich tiefgründige Handlung lässt das Buch dabei vermissen - es besteht hauptsächlich aus den emotionalen Ergüssen der Protagonistin, der Sinneswandel erfolgt abrupt und für mich wenig nachvollziehbar.

Wenn ihr Lust habt, euch ein eigenes Bild zu machen, könnt ihr euch hier einige Zeilen des Buches anhören (von der Autorin selbst vorgelesen):


Ich kann mir vorstellen, dass das Buch bei jüngeren Lesern um die 16 extrem gut ankommt, weil es ihnen aus der Seele spricht, weil es sich um eine Protagonistin dreht, die auf Sinnsuche ist, die sich auch ein Stück weit selbst ausprobiert. Es geht unter anderem auch um Drogenkonsum, um emotionale Abhängigkeit, um Essstörungen - alles allerdings zu wenig überzeugend transportiert, als dass ich es der Autorin abnehmen würde. Das ist besonders bei dieser sensiblen Thematik nicht unproblematisch.

Um jedoch fair zu bleiben: Die Gestaltung des Buches hat mich wirklich umgehauen. Die Skizzen zwischen dem Text (teilweise wird Text überdeckt, was das ganze für mich noch authentischer Tagebuch-artig macht) zeugen von großartigem zeichnerischem Können, die Sticker passen in Pias Lebenswelt und die vielen kleinen Details - Songempfehlungen je nach Stimmung, angepasst lokalisierte Seitenzahlen - machen das Buch zu einem totalen Hingucker. Meinen Respekt an den Verlag, dass sich das Team auf so ein Experiment eingelassen hat.

Inhaltlich habe ich mich allerdings leider geärgert, auf die Werbungsmaschinerie einer der großen Youtuberinnen hereingefallen zu sein. Schade, die Idee war wirklich grandios.
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Luna Darko: Vergessene Kinder. Erschienen am 16. März 2017 bei Community Editions (Bastei Lübbe). Kostenpunkt: 12,00€ als Taschenbuch.
Lisa Sonnenschein
Hier kommt der wohl wichtigste Punkt um die gesamte Buchmesse herum - wen habe ich eigentlich so getroffen? Autoren? Verleger? Blogger? Leser? Lehnt euch zurück und freut euch mit mir :)!
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Unterwegs war ich dieses Mal mit meiner Mama! Wir waren ein fantastisches Team, haben uns für ganz unterschiedliche Sachen interessiert und so immer wieder kleine Besonderheiten gefunden, die uns alleine nie aufgefallen wären. Danke dafür Mama, du bist die Beste! <3 Mit dabei waren außerdem mein Freund Tony und meine liebe Freundin Caprice - beide haben tapfer mein Rumgehüpfe und mein "Die kenn' ich!"-Gehampel ertragen.

Die Mädels!
Endlich wieder vereint! Bis auf Franzy aus der Truppe (diese hatte leider einen privaten Notfall) waren alle aus der Dresdner Bloggerbande Nickypaulas Bücherwelt (Achtung, wir sind umbenannt^^) vor Ort. Wir haben ein wunderbares Interview geben dürfen und es tat gut, alle mal wiederzusehen - bzw. überhaupt mal zu sehen!



Matthias, Frank und Sophie <3!
Was für ein wunderbar herziger Stand da zwischen all den anderen aufgebaut war. Eins meiner Highlight-Bücher, nämlich "Erellgorh" (jetzt nach dem Lesen des zweiten Teils sowieso) führte mich an den Stand von Matthias Teut - und dann wurde ich gleich mit eingeführt in die Welt vom DichtFest Verlag. Sophie und Frank stellten sich vor und alle gemeinsam haben wir uns einfach halbtot gelacht, klasse Fotos gemacht, mit Visitenkarten, Lesezeichen und Postkarten um uns geworfen, Kaffee getrunken, die besten Köstlichkeiten aus Jukahbajahn gekostet und einfach eine verdammt tolle Zeit gehabt. Jeden einzelnen Leser gönne ich diesen tollen Menschen!

Kia Kahawa
Die Autorin des Buches "Die Krankheitensammlerin" hatte ihren eigenen Messestand! Wohoo! Endlich haben wir uns also abseits von Whatsapp-Diskussionen und dem Facebookchat ganz live getroffen - und Blödsinn gemacht, jede Menge Fotos und bei ihrer Lesung war ich natürlich auch dabei. Danke für's Immer-wieder-Anlaufpunkt-sein! Schön war's und deine Polaroidwand wurde von Tag zu Tag spannender :P

Rebecca und Benni
Die beiden stehen jetzt stellvertretend für all die lieben Bloggerkollegen, die mir auf der Messe begegnet sind! Es ist immer wieder wunderbar, Menschen live und in Farbe zu treffen, die man nur aus dem virtuellen Raum kennt. Benni mit seinem Blog Listen (auf dessen geniale Handykamera ich dezent neidisch bin!) und Rebecca mit dem Book"tea"ser sind so herzlich-liebe Persönlichkeiten,  ich bin sehr froh, dass ich euch getroffen habe! 

Liebste Grüße gehen auch an Ena von Tintentick, Ever von Welt in Buchstaben, Nicci von Trallafittibooks, Nicole Gozdek, Mona Silver und alle, die ich jetzt ganz gemein vergessen habe... Ihr seid toll! Bleibt es! 


Stephanie
Erinnert ihr euch an die "Hellgoland"-Aktion vom Harper Collins Verlag, bei der ich letzten Sommer dabei war? Wir waren bei diesem Buchmessentreffen zwar nur zu zweit, schön war's trotzdem - irgendwie verlieren wir uns alle nie ganz aus den Augen (bzw. dem Whatsapp-Chat^^). Und so hat die Zeit zwischen den Terminen für ein kurzes "Was treibst du grade?" und ein Fotochen zwischendurch gereicht. Das nächste Mal hoffentlich wieder mit der ganzen Truppe!


Special thanks to:
Bernhard Hennen, der beim Randomhouse-Interview ganz stoisch und entspannt meine Flatterhaftigkeit ertragen und ein sehr angenehmes Gespräch in Gang gehalten hat!

Sören Meding, den wunderbar entspannten Illustrator, der uns zulasten seiner Raucherpause einen beeindruckenden Einblick in seine Arbeit gewährte.

Pia Guttenson und Lara Greystone für ein bezaubernd geführtes Interview und das Angebot, ihre Bücher als Rezensionsexemplare entführen zu dürfen. Und natürlich für Männer im Schottenrock, für Shortbread und liebe Worte, um das nicht zu vergessen ;)!

Melissa von WirmachenDruck.de - für gemeinsames Laura Newman Fangirlen, Gespräche über Acrylglasplatten und Anthologien. Du bist großartig!

Die Horde vom Verlag Torsten Low, bei denen wir uns zuallererst kaputtgekauft haben (außerdem gibt es dort eine Einhorn-Anthologie, in der sich PETER S. BEAGLE verewigt hat - Hallo??). Ein klasse Team!

Lisa Sonnenschein
Weil es langweilig wäre, von vorne anzufangen, erzähle ich euch als mein allererstes Messeerlebnis mal von der Drachennacht, die der Drachenmondverlag am Samstag Abend veranstaltet hat... Lehnt euch zurück und freut euch mit mir :)!
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Nachdem wir ein Stündchen im Hotel - nach dem Messetrubel und vor dem Drachennachtgetümmel - einschieben konnten, ging es frisch umgezogen und motiviert los. Ich hatte mir für den Abend extra eine Robe genäht, um als tödlich gelangweilter und stets nörgelnder Tod (inspiriert vom absolut großartigen Buch "Knochenjob" von Sarah Adler) hingehen zu können.
So in Schale geschmissen erwartete mich am Eingang der Veranstaltung nicht nur ein Drachenmondbeutel, sondern auch ein begeistertes Verlagsteam, das meine Buchbegeisterung in Umhang-Form direkt mal fotografisch festhielt und mir ein signiertes Poster als Dankeschön überreichte :).

Der Innenraum, in dem Stühle und Tische voller Bücher drapiert waren, war absolut beeindruckend! Das Da Capo ist ursprünglich ein Oldtimermuseum und neben der bombastisch beleuchteten Bar hingen Flugzeuge unter der Decke, alles war stimmungsvoll beleuchtet und hatte diesen industriellen Flair, der die Location zu etwas ganz Besonderem machte.

Plätze waren schnell gefunden und es war noch jede Menge Zeit bis zum Veranstaltungsbeginn - Zeit zum Büchererstöbern also! =) Mama war schnell vom Drachenmondfieber gepackt und wälzte sich fröhlich durch Cover und Klappentexte - bei uns fällt der Apfel tatsächlich nicht sehr weit vom Stamm. Viele der Autoren waren vor Ort, gekaufte Bücher konnten in den meisten Fällen direkt signiert entführt werden, ein Pläuschchen mit dem jeweiligen Drachen war gar kein Problem.
Und dann ging es los - Drachenmama Astrid betrat die Bühne und führte charmant durch den Abend. Ein heißer Stuhl blieb den Autoren dabei ebenso wenig erspart, wie spontane Unsinns-Geschichten-Erfindungen oder die unvermeidbare Frage des "Wie haben wir uns eigentlich kennengelernt?". Es wurde wahnsinnig viel gelacht, viel erzählt, viel gesungen (sowohl von den Autoren selber als auch vom Publikum). Dabei offenbarte sich so manches Talent - mal abgesehen von kreativen Schreibereien und Handlungsfindungen. Legendär: Julia Dessalles "Ich kann den Elch und deswegen habe ich auch ein besonderes Talent!" oder der kleine Poetry Slam von Theresa Sperling (im ernst - hört euch diesen grandiosen Text an!).


Und dann durfte ich mich ganz persönlich auch noch mal ganz besonders freuen, als die Autorin des tödlichen Buches, unter dessen Motto mein Abend stand, mir von einer lieben Freundin ein kleines Briefchen übermitteln ließ - darin ein kleiner Totenkopf-Anhänger und herzliche Zeilen mit einer Todes-Zeichnung zum Totlachen! Spätestens zu diesem Zeitpunkt wusste ich: Dieses Verlagsteam ist ein ganz besonderes und diese Autorin hat einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen erobert. Tausend Dank für einen lustigen, emotionalen, unterhaltsamen, bunten, persönlichen Abend! Wir sehen uns nächstes Jahr :)

Lisa Sonnenschein
Tatsache - ich habe gestern vor lauter Begeisterung für "Hallo Leben, hörst du mich?" total vergessen, die Gewinner der Blogtour auszulosen!

Asche auf mein Haupt, ich habe das gleich mal nachgeholt ;)
Freuen dürfen sich:

- Isabell Hertz (Fuchsgeist, mobi)
- Tiffi2000 (Fuchsgeist, mobi)
- Ramona Schimmrich (???, epub)

Herzlichen Glückwunsch! Meldet euch doch bitte bis Sonntag mit euren Mailadressen bei mir (lille1012[at]aol.com oder via Facebook). 
Lisa Sonnenschein
Auf dieses Buch bin ich durch die "Aktion Buchflüsterer" von buecher.de gestoßen - ich hätte es sonst vermutlich trotz supertoll klingendem Klappentext nicht mit nach Hause genommen.

Meine Videorezension zum Buch beginnt bei Minute 8:15.


Unser Protagonist ist der kleine Alex. Alex hat den großen Traum, ein Raketenwissenschaftler zu werden und gemeinsam mit seinem Hund Carl Sagan (*höhö*) eine Rakete ins All zu schießen. Um den Aliens einen Eindruck von der Erde zu verschaffen, nimmt er Sprachnachrichten auf seinem iPod auf...

Zuerst: Das Buch ist quasi eine Zusammenfassung der Sprachnachrichten von Alex an seine außerirdischen Freunde - jedes Kapitel ist mit Datum und Länge der Aufnahme gekennzeichnet (was auch ganz praktisch ist, um abzuschätzen, ob es sich lohnt "nur noch das Kapitel" zu lesen^^).
Die Sprache ist seeeehr einfach gehalten - Alex ist eigentlich schon 11 Jahre alt, nach dem Schreibstil hätte ich ihn allerdings etwas jünger geschätzt (rein sprachlich). Trotzdem ist er sehr selbständig und weiß eigentlich immer, was er zu tun hat.
Durch die einfache Sprache, die Alex verwendet und dadurch, dass er manche Zusammenhänge einfach nicht versteht, bleibt der Interpretationsspielraum beim Leser sehr breit - ich persönlich mag das sehr gerne (auch "Hier musst du glücklich sein" spielt mit diesem Effekt), ist jedoch nicht jedermanns/fraus Sache.
Das Buch hat einen unglaublichen Tiefgang, wenn man die Zusammenhänge zu interpretieren versteht. Aus diesem Grund würde ich es auch auf keinen Fall als Kinderbuch empfehlen - hier ist die Gefahr groß, dass die Handlung schnell langweilig wird (es passiert nämlich gar nicht soooo viel, wenn man einen actiongeladenen Jugendroman erwartet) und der eigentliche Reiz der Geschichte verloren geht.

Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen! Alex war ein total liebenswerter Protagonist und vom Handlungsverlauf war ich einfach nur hingerissen - ich kann euch "Hallo Leben, hörst du mich?" nur wärmstens ans Herz legen, für mich ist es seit meiner geliebten Krankheitensammlerin mal wieder ein absolutes Highlight-Buch!
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Jack Cheng: Hallo Leben, hörst du mich?. Erschienen am 6. März 2017 bei cbt. Kostenpunkt: 14,99€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein

Herzlich willkommen auf meinem Blog - heute ist der letzte Tag der Blogtour der Fuchs-Reihe und ich darf euch hinter den Kulissen herumführen!
Gestern durfen wir bei Booklovers Bücherblog mehr zur Tier- und Pflanzenwelt in Nicky P. Kiesows fuchsiger Fantasywelt erfahren. Schaut auch da einfach mal vorbei :)


Jetzt fragt ihr euch: Wo zum Henker ist denn eigentlich "hinter den Kulissen"? Was hast du mit der Fuchsreihe zu tun? Das kam so...

Nicky war schon länger eine gute Freundin von mir, als sie auf die Idee kam, einen Youtube-Kanal über Bücher in Leben zu rufen. Eh ich mich versah, saß ich auch schon mit Lieblingsbuch vor der Kamera und gab meinen Senf auch zu anderen Büchern ab, die ich vor Jahren gelesen hatte. Nicky hat mich dazu bekommen, wieder aktuelle Bücher in die Hand zu nehmen - und dann kam das Schreiben (also bei ihr - ich bleibe bei meinen Rezensionen ;)!
Nachdem schon eine Veröffentlichung aus frühen Schreiberlings-Jahren bei Amazon erschienen war, entstanden immer mehr neue Ideen in Nickys Kopf und sie tippte abends fleißig an ihren Geschichten.

Tja, und weil wir nunmal viel Kontakt haben und weil ich nunmal Germanistik studiere und Korrekturen meine heimliche (dezent sadistische^^) Lieblingsbeschäftigung sind, habe ich "mal drübergeschaut" ;). Und das gemeinsam mit einer anderen guten Freundin von Nicky, Taja. Im Text war das Chaos perfekt!
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Hier geben zwei ihren Senf dazu!
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Zugegeben, bei der ersten Korrektur-Arbeit wussten wir noch nicht so richtig, wie wir es anpacken sollten. In "Noel&Noelle" fanden sich noch so einige Fehler, die erst später ausgemerzt werden sollten.
Später kamen wir dann drauf, dass mehrere Durchgänge auf jeden Fall sein müssen und mehr Augen mehr sehen - es gab Testleser. Allerdings stellte sich raus, dass die Arbeit mit vielen Testlesern auch viel Aufwand ist und wir beschränkten uns wieder auf den festen Kern von Besserwissern :P.

Taja ist die Heldin der Logikfehler - für die letzte Korrektur hat sie ausgerechnet, wie lange die Protagonistin von Dorf A nach Dorf B braucht und so aufgedeckt, dass sie gar nicht so schnell sein konnte, wie es in der Handlung rüberkam!
Ich übersehe sowas unglaublich gerne (weil ich auch für Namen und Ähnliches ein Gedächtnis wie ein Sieb habe) - allerdings bin ich eine waschechte Grammatik-Fanatikerin und achte sehr auf Formfehler.
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Manchmal rutscht mir dann auch mal eine inhaltliche Bemerkung raus ;)
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Mittlerweile sieht unser Standard-Ablauf so aus:
- Nicky schreibt die Rohfassung des Skripts
- Taja überprüft den Inhalt
- Ich korrigiere Rechtschreibung und Zeichensetzung
- Nicky setzt unsere Anmerkungen im Text um
- Ich schaue nochmal drüber und filtere letzte Vertipper aus

Und zwischendrin sind natürlich seelischer Beistand, Diskussionen über gewisse Formulierungen, die Frage nach dem richtigen Cover, die Formatvorlage zum Hochladen bei Amazon und gaaaaanz viel Tee/Kaffee/Cappuccino an der Tagesordnung.

Bis ihr dann endlich auch in der Geschichte versinken dürft...


Und jetzt hab' ich genug gequatscht! Jetzt gibt's noch was zu gewinnen ;). Um eines der Bücher aus der Fuchsreihe als eBook zu gewinnen, beantwortet mir in einem Kommentar hier oder auf Facebook einfach die folgenden Fragen:

- Welchen Teil der Fuchsreihe würdet ihr gerne gewinnen?
- Welches eBook-Format braucht ihr?
- Wie seid ihr auf die Fuchsreihe und/oder diese Blogtour gestoßen?

Ihr habt dafür Zeit bis Dienstag - den 14.03. 23:59 Uhr. Ich drücke euch die Daumen! :)
Lisa Sonnenschein
Es ist Zeit für ein bisschen Selbstliebe! So ungefähr war mein Gedanke, als mich dieses Rezensionsexemplar erreichte. Kosmetik selber machen? Na, ob das was gibt... Es gab!




Ich habe noch nie meine Kosmetik selbst gemacht - ich bin ein Make Up Vollidiot und schminke mich so ungefähr zweimal im Jahr. Ich bin also an dieses Buch ziemlich blauäugig rangegangen und habe die Rezepte, die ich im Video zeige, nach dem Konzept "Klingt witzig" ausgesucht.

Der Aufbau des Buches
Wer keine Ahnung hat, ist hier bestens aufgehoben - zuerst werden mal die Zutaten bestimmt und der eigene Hauttyp geklärt. Die Rezepte sind alle mit Infos versehen: Für welchen Hauttyp ist das Produkt geeignet? Wie lange ist es haltbar? Wie wird es am besten aufbewahrt? Die Kapiteleinteilung ist schön gemacht und mit tollen Illustrationen versehen - superklasse fand ich die Seiten mit "Themenrezepten" zum Beispiel aus Beeren oder Apfel.
Weil ich mit eingelegten Notizzetteln gearbeitet habe, habe ich allerdings gar nicht gemerkt, dass das Buch keine Seitenzahlen hat! Für einen langfristigen Gebrauch ist das sicherlich richtig ärgerlich.

Die Beschaffung der Zutaten
Ich habe ehrlich gesagt erwartet, dass ich viele der Zutaten einfach durch einen Gang in die Innenstadt zusammensammeln könnte (Kakaobutter, Kokosöl, Bienenwachs, Ätherische Öle...) - dem war leider nicht so. Trotzdem habe ich einen Onlineshop gefunden, in dem es fast alle Inhalte auf einen Haufen gab. Ganz billig war das Ganze nicht, so 30€ werde ich schon ausgegeben haben. Ich habe allerdings auch noch so einiges übrig, Menschen mit einer gewissen Erfahrung bei der Herstellung von Kosmetika haben vieles bestimmt schon parat.

Die Zubereitung
Also SO einfach habe ich das wirklich nicht erwartet! Die Anleitungen sind Schritt für Schritt und selbst Tollpatsche wie ich können eigentlich gar nichts falsch machen bei der Zubereitung. Ich habe auch unglaublich wenig Zeit für alles gebraucht - meist verlief die Herstellung nach dem Muster: Alles Abmessen, Schmelzen, Öl hinzufügen, abfüllen. Supereinfach!

Die Ergebnisse
Ich habe endeffektlich folgende Produkte hergestellt:
- Ein Gurken-Pefferminz-Gesichtsspray (Die Farbe ist fragwürdig, aber es riecht tatsächlich wunderbar frisch, zieht schnell ein und ist nicht klebrig auf der Haut. Ideal für den Sommer!)
- Einen Zitronen-Lippenbalsam (Riecht etwas "gesund", ist aber eigentlich auch als Lavendelbalsam konzipiert - den ich so gar nicht leiden kann... Die Konsistenz ist göttlich, meine Lippen lieben dieses Zeug!)
- Eine Kakao-Bodybutter (Mein Favorit! Die Creme ist beim Abfüllen wie Buttercreme auf einer Torte gewesen und härtet später nach. Sie zerschmilzt wie Margarine auf der Haut und riecht toll schokoladig - der Body Shop könnte es nicht besser!)
- Seife (Ich habe meine mit Tee gefüllt und zwei Blöcke bunt eingefärbt. Ich bin nicht so der Seifenmensch, aber meine Oma war total begeistert. Das perfekte Geschenk also)
- Ein "Facial" (Ganz einfach und super kostengünstig - die Zutaten hatte ich sogar alle zu Hause. Hat sich toll angefühlt für einen Sonntag Nachmittag. Ob das Ganze jetzt sooo einen Effekt auf meine Haut hatte, weiß ich allerdings nicht...)

Mein Fazit?
Das war witzig! Die Beschäftigung mit Aromen, Konsistenzen und Ingredienzien war spannend und der Sonntag verging total tiefenentspannt (und duftend!). Das Buch macht bestimmt auch richtig Spaß, wenn man es mit Freundinnen zusammen austestet und so einen richtig klischeehaften Mädelstag startet - bei mir musste dafür der Freund herhalten :P. Hier wird wirklich jeder fündig!
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Stephanie Gerber: Hello Glow. Erschienen im Februar 2017 im mvg Verlag. Kostenpunkt: 12,99€ als Hardcover.
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Moment, du hast doch was von Gewinnspiel gesagt!
So ist es - dank der freundlichen Unterstützung des mvg Verlags darf ich eines dieser Bücher an euch verlosen!
Lasst mir dazu hier oder auf Facebook einfach bis zum 12. März um 23:59 Uhr einen netten Kommentar da und lasst mich wissen, 
wem ihr am liebsten mal eine knallgrüne Gesichtsmaske verpassen würdet ;).

Viel Glück!
Lisa Sonnenschein
Heute ist "Das Mädchen aus dem Norden" offiziell erschienen. Das Buch ist irgendwo zwischen den Genres "Thriller" und "Krimi" angesiedelt und regt die Grauen Zellen an! Ich durfte es vorab lesen und heute gibt's dann auch die Rezension dazu :).
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Sasza Załuska ist mit ihrer kleinen Tochter in ihr Geburtsland Polen zurückgekehrt - eigentlich um sich endlich niederzulassen und zur Ruhe zu kommen, denn viel zu lange führen die beiden schon ein Nomadenleben. Doch Ruhe ist der Profilerin und ehemaligen Polizistin wirklich nicht vergönnt und so sieht sie sich bald in einen vielschichtigen Fall verstrickt...

Der größte Teil der Handlung des Buches spielt in der Danziger Unterwelt. Prostitution, Drogen und Gewalt sind an der Tagesordnung und bei so manchem Fiesewicht sucht man nach der Empathie so ganz umsonst. Das sorgt für eine sehr finstere Atmosphäre im Buch und ich habe mich selbst sehr oft dabei erwischt, JEDEM erstmal zu misstrauen.

Der Schreibstil ist angenehm - mich haben gelegentlich die polnischen Namen etwas aus der Bahn geworfen, die mein Kopf nicht aussprechen konnte^^. Erzählt wird unter anderem mithilfe eines Zeitsprunges, ansonsten sind auch einige recht kurze Kapitel mit Perspektivwechsel drin, die einen noch tiefer in diesen Kriminalitätssumpf eintauchen lassen.

Die Handlung ist wahnsinnig vielschichtig! Es treten unheimlich viele Charaktere mit unheimlich vielen Motiven auf und das ganze wird zwischendrin einfach unheimlich unübersichtlich. Das Charakterglossar am Ende des Buches hilft ungemein. Richtig toll: Man ist ein bisschen selbst der Detektiv! Ich habe über diesem Buch sehr viel herumgegrübelt und bin erst ganz am Ende, gemeinsam mit Sasza, auf die Lösung gekommen.

Mein Fazit: Ein umheimlich vielschichtiger, bildhaft aufgebauter Thriller. Hervorragend recherchiert und absolut packend. Kleine Längen im Mittelteil und immer neue Neben-Handlungsstränge sind ein kleines Manko.
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Katarzyna Bonda: Das Mädchen aus dem Norden. Erschienen am 6. März 2017 im Heyne Verlag. Kostenpunkt: 16,99€ broschiert.
Lisa Sonnenschein
Auf Facebook läuft gerade eine Aktion unter dem Hastag #diesesBuchhateinenHypeverdient - zu bestimmten Themen empfehlen Leser, Autoren, Blogger und Verleger Bücher von Autoren, die nicht für einen der ganz großen Verlage schreiben. "Ein Herz für Indies" hat eine Kollegin die Aktion zusammengefasst.

Heute geht es rund um das Thema "Reise" und auch da möchte ich mich wieder mit einer Empfehlung für euch melden. Das Buch "Verlassener Stern" von Mona Silver beschreibt die Reise von Charlie Palmer - und zwar nicht nur eine Reise quer durch's Land, sondern auch eine Reise zu sich selbst (auch wenn das jetzt unglaublich kitschig klingt). Das Buch ist der zweite Teil einer Buchreihe, allerdings auch völlig unabhängig lesbar. Zu meiner Rezension des Buches geht es hier und den Klappentext findet ihr, wenn ihr oben auf den Namen der Autorin klickt.

 Warum ich das Buch jemandem empfehlen würde, der gerne etwas über eine Reise lesen möchte? 
Die Autorin des Buches hat eine wahnsinnige Stärke: Ihre Charakterdarstellung ist unglaublich überzeugend und besonders im Vergleich der beiden bereits erschienenen Bücher wird deutlich, wie unterschiedlich die Angehörigen des "Sternenvolkes" eigentlich sind und wie sehr sich die Persönlichkeiten der Bo'othi mit denen ihrer menschlichen "Gastgeber" ergänzen. Charlie, die Protagonistin, ist eigentlich eine sehr gefestigte Person - durch den Wandel zu einer Bo'othi wird sie darin jedoch total durcheinandergebracht und kämpft mit einer fremden Seele in ihrer Brust.

Das Buch "Verlassener Stern" beschreibt also die Reise durch das halbe Amerika, eine Hin- und Her-Reise zwischen der Welt der Menschen und der der Bo'othi und die Reise einer jungen Frau zu sich selbst. Und ganz nebenher gibt es auch noch eine Liebesgeschichte, die sogar mich gänzlich überzeugen konnte ;).

Dieses Buch hat einen Hype verdient!
Lisa Sonnenschein
Heute mal was ganz Anderes! Der ewige Running-Gag bei Viellesern und Buchbloggern ist ja das ewige "Das Buch war besser!" nachdem man eine Neuerscheinung im Kino gesehen hat. Ich habe mal den direkten Vergleich gewagt und mir das Buch "Silence" von Shusaku Endo neben der gleichnamigen Verfilmung (Kinostart war der 2. März) von Martin Scorsese angeschaut. Mein größter Dank geht an den Concorde Filmverleih, der mir die Kinokarte hat zukommen lassen!
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Das Buch?
"Silence" spielt in einer außergewöhnlichen Zeit an einem außergewöhnlichen Ort - wir befinden uns um das Jahr 1640 herum in Japan. Was ich nicht wusste: Zu der Zeit wurden Angehörige des christlichen Glaubens dort konsequent verfolgt, gefoltert und ermordet. Trotzdem hatten sich diverse Untergrund-Gemeinden gebildet, sogenannte "Kakure kirishitan" (versteckte Christen). In "Silence" begleiten wir zwei portugiesische Pater auf ihrem Weg nach und durch Japan - eine sehr bedrückende Geschichte.


Das ist es auch, womit "Silence" vordergründig punkten kann. Die Atmosphäre im Buch bedrückt einen nachhaltig und obwohl bei Weitem auf der Gefühlsebene nicht alles ausgesprochen wird, steht viel zwischen den Zeilen. Das gilt nicht nur für den Protagonisten, sondern auch für alle anderen Figuren, mit denen der Leser konfrontiert wird. Auch die Entwicklung, die unser Protagonist Rodriguez durchmacht, als er beginnt, sich zu fragen, wie Gott zu alldem schweigen kann, wird eher indirekt vollzogen und löst sein sehr naives "Gott wird's richten!"-Denken ab. Ich muss gestehen, dass ich es zwischendrin doch sehr langatmig fand...

Sprachlich ist das Buch eigentlich kein Geniestreich (Anmerkung: Ich habe es auf Englisch gelesen), umso erstaunlicher ist es, wie wahnsinnig sensibel man diese Änderungen wahrnimmt. Wer sich von der Stimmung in einem Buch gerne auf diese Weise mitnehmen lässt, wird hier seinen Meister finden! Ich kann mir gut vorstellen, wie ein Martin Scorsese auf seinem Sofa sitzt und sich denkt "Was für eine tolle Atmosphäre! Das Buch muss ich verfilmen!". 


Gut, zugegeben, ganz so war es vielleicht nicht - Scorsese sagt selbst: „In der heutigen Phase meines Lebens grüble ich ständig über Themen wie Glauben und Zweifel, Schwäche oder das Schicksal des Menschen nach – und Endōs Buch berührt diese ganz direkt.” Klingt ja auch gleich viel seriöser! ;)


Der Film?

Martin Scorsese ist ja nun keine unbekannte Filmgröße (Gangs of New York, Shutter Island, Departed), hat mich also einiges erwarten lassen. Der Trailer hat mich dadurch neugierig gemacht, dass handlungstechnisch gar nicht viel passiert, die Atmosphäre aber wahnsinnig toll transportiert wird. Jetzt, da das Buch gelesen ist, finde ich ihn einfach viel gelungener, als als unbefangener "Mach mal 'nen Trailer an!"-Zuschauer.





Der Film schließlich ist einfach unglaublich nah an der Buchvorlage - ich bilde mir ein, einzelne Textpassagen wiedererkannt zu haben. So einen buchnahen Film habe ich wirklich bewusst noch nie gesehen. Das hat Vorteile, zum Beispiel kann nur so wirklich die Entwicklung rübergebracht werden, die unser Pater durchmacht. Andererseits hatte ich so mit denselben Längen zu kämpfen, wie auch schon im Mittelteil des Buches.
©Concorde Filmverleih

In der Besetzung brilliert Andrew Garfield - er war meines Erachtens nach wirklich die beste Wahl als Hauptdarsteller. Hier wurde eine hochemotionale Rolle absolut überzeugend umgesetzt. Schade fand ich die Drehbuch-Umsetzung von Garrpe - im Buch hatte ich den Eindruck, dass er der weisere, gesetztere der beiden Pater ist, im Film hat er die emotionalere Rolle eingenommen.

Insgesamt ist der Film ebenso wie die Buchvorlage ein Erlebnis, das leise daherkommt. Entwicklungen finden langsam statt und wer auf der Suche nach einem Actionfeuerwerk ist, sollte hier nicht weitersuchen. Vielmehr wird "Silence" fast schon psychologisch - die bedrückende Atmosphäre hat sich bis ins Publikum fortgesetzt, es war während und auch nach der Vorstellung unfassbar still.
©Concorde Filmverleih

Musikalisch ist der Film absolut minimalistisch angelegt. Oftmals lebt er von der "Silence" im Hintergrund, gelegentlich findet sich eine traditionell japanische Untermalung. Mehr hat Scorsese aber auch nicht nötig - die Bildgewalt und die wunderschöne Umgebung (gedreht wurde in Taiwan) tun ihr Übriges. Sehr häufig treten auch Naturgeräusche in den Vordergrund oder ja, auch ganz bewusst das Ächzen der Gefolterten...


Und wie war's jetzt?
"Silence" ist weder ein Buch für zwischendurch, noch ein Film für den lustigen Abend mit Freunden. Wir haben hier garantiert keine Verfilmung für jedermann - ein gewisser Hang zu historischen Zusammenhängen und/oder Japan im Speziellen sollte man glaube ich schon mitbringen, um hier zufrieden rausgehen zu können (oder man ist faul und liest wie ich den Wikipedia-Artikel). Man muss sich auf die Handlung einlassen und versuchen, Rodriguez' Handeln und seine Emotionen nachzuvollziehen. Dann kann der Film/ das Buch dieselbe Wirkung haben, wie bei mir - ich bin damit auf jeden Fall noch lange beschäftigt...
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©Concorde Filmverleih
Lisa Sonnenschein
Ich habe es dann auch endlich mal geschafft, ein neues Buch von meinem SuB und damit das allererste für die Aktion #17für2017 zu lesen!
"Morgentau" wurde mir von so unglaublich vielen Menschen empfohlen, dass ich mich habe weichklopfen lassen ;).
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Die Menschen haben es endlich geschafft - unter der Rücksichtslosigkeit der Menschheit ist Mutter Natur zusammengebrochen und die Erde unter einer Eisdecke verborgen, um sich von Vergiftung und Zerstörung zu erholen. Nur ein einziges Dörfchen der Menschheit ist übriggeblieben und hier lebt Maya. Was sie zu Beginn der Geschichte noch nicht weiß: Sie ist die Auserwählte unter den Hüterinnen und darf (oder muss?) 100 Jahre mit einem der Söhne Gaias, der Erdenmutter, verbringen. Für wen wird sie sich entscheiden? Den Frühling, den Sommer, den Herbst oder den Winter?

Jaaa, es klingt klischeehaft! Und genauso fängt es auch an. Als "Selection"-Story mit flachen Charakteren und vorhersehbarer Handlung. Einziger Lichtblick: Die Welt in der wir uns befinden. Das Dorf und Gaias Haus haben ihren ganz eigenen Charme - auf der einen Seite wunderschön und auf der anderen Seite mit unverwüstlicher Wildheit. Eine tolle Welt, in der wir da unterwegs sind! Schön finde ich auch (und das habe ich schon länger nicht mehr so gelesen), dass das Buch im Präsens und der ersten Person Singular verfasst wurde. Ich weiß, dass es Leute gibt, die das gar nicht leiden konnten - ich selber hatte dadurch das Gefühl, Maya über die Schulter gucken zu können. Für mich sehr angenehm!

Und dann fing die zweite Hälfte des Buches an und ich fiel aus allen Wolken. Mit dieser Wendung hat mich die Autorin eiskalt erwischt und obwohl ich vorher so manches Mal die Augen verdreht habe über die Handlung, ließ mich die zweite Hälfte alles wieder vergessen...
Erst hier haben sich die Protagonistin und auch die Nebencharaktere in eine Richtung entwickelt, die mich wirklich Sympathie und Tiefe hat spüren lassen. Und das Ganze steigerte sich dann immer mehr, bis sogar ich (!) am Ende das ein oder andere Tränchen vergießen musste. Mensch Meier!

Ich würde meine abschließende Wertung gerne zurückstellen, bis ich den zweiten Teil gelesen habe - denn bis hierher kann ich überhaupt nicht sagen, ob ich das Buch total genial oder absolut daneben fand. Das komplette Spektrum war dabei, ein Wechselbad der Gefühle!
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Jennifer Wolf: Morgentau - Die Auserwählte der Jahreszeiten. Erschienen am 2. Juli 2015 im Carlsen-Verlag. Kostenpunkt: 4,99€ als Taschenbuch.