Lisa Sonnenschein
Von Zeit zu Zeit packt es mich und ich bekomme Lust darauf, eines dieser ganz schweren Bücher zu lesen, deren Geschichte einem noch ewig nachhängt. Meistens endet das mit einem Ausflug in die 2.-Weltkriegs-Literatur, dieses Mal ging ich jedoch mit dem Mädchen in Scherben einen anderen Weg...

Vorsicht - sowohl im Buch als auch in der Rezension geht es um Menschen, die sich selbst verletzen. Wer mit dieser Thematik nicht umgehen kann oder möchte, sollte hier nicht weiterlesen.
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Charlottes Geschichte beginnt für uns in einer Klinik für Menschen mit selbstverletzendem Verhalten. Denn Charlie hat nie gelernt, wie sie mit all dem Schmerz umgehen soll, der ihr in ihrem Leben schon begegnet ist, also hat sie ihn gegen sich selbst gerichtet... Am Ende ihrer Therapie weiß sie nicht, wohin mit sich - und sieht sich auf einmal mit der Außenwelt konfrontiert, in der sie nicht in alte Muster zurückfallen darf.

Diese Geschichte strahlt eine Atmosphäre aus, die einen total gefangennimmt. Obwohl ich Charlies Gefühle und Handlungen teilweise nicht nachvollziehen kann, habe ich über ebendiese noch sehr lange gegrübelt und war generell jedes Mal, wenn ich das Buch aufschlug, war ich unwillkürlich niedergeschlagen. Ein beeindruckender Effekt!

Leider geht der im Laufe der Handlung ein wenig verloren, weil die Autorin krampfhaft versucht, allerhand Situationen aufzulösen. Das passt aber a) nicht mit der besagten Atmosphäre zusammen und b) wirkt es bei der Thematik des Buches extrem unglaubwürdig, fast verkrampft. Als würde man mitten in der Grimm-Version von "Dornröschen" zur Disneyvariante wechseln.

Sprachlich gefällt mir "Mädchen in Scherben" sehr gut. Es wird viel mit Vulgärsprache gearbeitet, das fügt sich aber für mich überzeugend und passend in die Erzählung ein (da interagieren 16,17-jährige obdachlose Trinker*Innen miteinander). Generell hat mich die Autorin gut durch die Geschichte gezogen und mich nicht stolpern lassen.

Mein Fazit: Ein spannendes Buch, das aber irgendwann den Abzweig zur authentischen Geschichte verpasst und zum Märchen wird. Leichte Literatur ist es aber auch nicht - die Triggergefahr schätze ich durch die sehr niederdrückende Stimmung als sehr hoch ein.
Begeistern konnte es mich nicht so recht...
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Kathleen Glasgow: Mädchen in Scherben. Erschienen am 21. März 2018. Kostenpunkt: 14,00€ broschiert.
Lisa Sonnenschein
Okay, mal ehrlich - ich weiß nicht mal, ob es das Wort "glorios" überhaupt gibt. Wenn nicht, sollte es erfunden werden. So viel dazu.

Teil 1 der Maschinen-Trilogie
Aber worum geht's hier eigentlich?
Die vergangenen vier Wochen standen im Zeichen des Buches "Maschinenschmerz". Carmen Capiti hat ihre Teammitglieder mit einer mysteriösen Mail rekrutiert und in einen Haufen Rätsel und Aufgaben hineingezogen. Aber mal von vorne!

Teil eins der Buchreihe von Carmen Capiti ist "Maschinenwahn" - ein Cyberpunkroman, in dem es um die Verbindung von Mensch und Maschine, eine mörderische Hetzjagd und den Untergrundkampf gegen die herrschenden nur vermeintlich zukunftsweisenden Bioengineering-Konzerne.
Teil zwei der Trilogie ist jetzt im April erschienen und um ihr Buch zu promoten, hat sich die Autorin unsere ganz eigene kleine Hetzjagd überlegt.
Wir sind Team Curie! Und damit Teil der Untergrundorganisation No-Hal. 

Unsere Mission: Den Technologiekonzern YNovac infiltrieren, Informationen sammeln, das System durchschauen und unter Umständen stürzen.
Aber wie kommen wir an die Informationen? Auf einem Wissenschaftskongress in unserer Nähe bot sich die perfekte Gelegenheit! 
Einige Mitarbeiter von YNovac sollten auch da sein - Tarnung war angesagt! Und so verkleideten wir uns als total seriöse, wichtige, wissenschaftliche Wissenschaftler (Aufgabe 1) und kamen tatsächlich (es ist kaum zu glauben...) an einen YNovac-Laptop! 

Schön - so weit so gut. Aber jetzt war das blöde Ding kennwortgeschützt und wir saßen vor einem Loginscreen ohne jeglichen Hinweis auf das Passwort (Aufgabe 2). Naja, stimmt nicht ganz. Unter dem Textfeld war eine Strukturformel abgebildet. 

Ein Kinderspiel! Der Stoff war bald identifiziert (wir erinnern uns: Schließlich sind wir total wissenschaftliche Wissen- schaftler) und das Kennwort gefunden. Wir landeten bei einer Leseprobe. Aber irgendwas war immer noch falsch...

Den Text hatte es unten total zerschossen - völlig unlesbar! Also wieder zurück an die Arbeit und den Text dekodieren. Aber vorher mussten wir unbedingt noch diesen supernervigen Sam möglichst kreativ loswerden (Aufgabe 3)! Im ernst - wer kann denn mit dem im Nacken schon vernünftig arbeiten?!

Dabei kamen die witzigsten Ideen rum: Vom Speeddating über ein manipuliertes Motorrad, bis hin zu einer Coffein-Überdosis oder kryptischen Tontafeln, die seinen Forscherehrgeiz für wenigstens ein paar Stunden fordern dürften, war alles dabei. Sam ausschalten für die nächste Aufgabe: Check!
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Diese Lösung hat sich Ali's Werk überlegt
Ich hab mir was überlegt!
Ich werde Sam ein Motorrad zur Verfügung stellen.
Der Schein trügt übrigens, die Super Tenéré sieht zwar oldfashion aus, ist aber selbstverständlich auf den neuesten technischen Stand.
Der Benzinmotor und der Auspuff sind nur für das Feeling und dienen rein der Optik.
Ausgestattet ist dieses Schätzchen mit allem Schnick-Schnack, den sich der moderne Biker wünschen kann.
Und da setzt meine Sabotage an!
Ich habe eine Platine modifiziert, so dass es ihm nicht mehr möglich ist, weiter wie bis in den zweiten Gang zu schalten - denn natürlich hat diese Maschine noch eine Gangschaltung, wo wäre sonst die Authentizität!
Bekanntlich macht es aber nicht lange Spaß, wenn man nicht hochschalten kann.
Da Sam bei seinen Studien in Russland nicht so sehr weit gekommen ist, dürfte es ihn eine sehr laaaange Zeit beschäftigen, bis er den Fehler findet!
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Endlich konnten wir also an die Entschlüsselung der Leseprobe (Aufgabe 4). Und das war gar nicht ohne! Es gab eine Entschlüsselungshilfe und dann ging es ans Buchstabenzählen. Denn der Trick war es, Zeilen, Wörter und Buchstaben im ersten Teil des Textes zu bestimmen und zu einem Link zusammenzufügen.

Aber auch das haben wir geschafft! Und sind damit als Team der Entlarvung von YNovac ein ganzes Stück näher gekommen!

Ich glaube, ich darf auch für die anderen Curies sprechen, wenn ich sage, dass wir wirklich viel Spaß bei dieser Challenge hatten. Die Aufgaben waren total kreativ und Carmen Capiti, unsere geheime Auftraggeberin und Autorin der Bücher, hat sich wirklich unglaublich viele Gedanken dazu gemacht, wie sie uns auf Trab halten kann! Vielen Dank, dass ich Teil dieser Aktion sein durfte und vielen Dank, dass ihr so cool mitgemacht und mitgelesen habt!


Lisa Sonnenschein
Ich mag Überraschungen! Zumindest wenn sie das Genre eines Buches betreffen. Denn nichts ist so erfrischend, wie ein bunter Genremix, der nicht dem entspricht, was man erwartet hatte.

Gut, kann halt auch scheiße sein...
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Irgendwie gerät der Kaufmann Jonah Hancock in den Besitz einer waschechten Meerjungfrau. Die zunächst lästige Errungenschaft erweist sich bald als etwas ganz Besonderes - und der einst einfache Kaufmann findet sich in gesellschaftlichen Kreisen wieder, in die er bisher nie Einblick hatte.

Worum es in diesem Buch nicht geht:
- Um mystische Meerjungfrauen und Unterwasserwelten
- Um eine kitschige Liebesgeschichte, die sich irgendwie um eine Meerjungfrau rankt

Vielmehr zeichnet die Autorin in diesem Buch ein wunderbar schillerndes Bild vom London des 18. Jahrhunderts. Die Meerjungfrau und der damit verbundene gesellschaftliche Aufstieg Jonah Hancocks sind eine Metapher für das Streben nach Glück, Wohlstand und Anerkennung, aber auch damit verbundene Hindernisse und eine dunkle Begierde, die sich erst ganz am Ende wirklich manifestiert.
Neben dem des Kaufmanns gibt es noch einen parallel gezeichneten Handlungsstrang - die Geschichte der Edelkurtisane Angelica Neal. Sie spürt das Ende ihrer Karriere nahen und rutscht plötzlich und unvermittelt vom Thron der gefeierten und begehrenswerten Begleiterin ab in Geldnöte und die Verachtung der einfachen Bevölkerung.

Der Verlauf der Geschichte ist weniger wie der eines Abenteuerromans, sondern eher der eines gesellschaftlich-historischen Dramas. Eingefleischte Fantasyfans, die sich eine locker-leichte Erzählung über Meerjungfrauen gewünscht haben, werden hier nicht auf ihre Kosten kommen.

Und jetzt mal Butter bei die Fische: Ich fand das großartig!
Ich wurde in jede Empfindung, jedes Nase-Rümpfen der Londoner Gesellschaft, die Verzweiflung über fehlendes Geld, die Verschwendungs- und die Vergnügungssucht bedingungslos hineingezogen und bin verliebt in den sprachlichen Stil dieser Autorin. Besonders beeindruckend fand ich, wie sich die Charaktere stetig und drastisch verändern und man als Leser trotzdem nicht das Gefühl hat, es gäbe einen nicht-nachvollziehbaren Bruch (Lieblingsbeispiel: Der "Jemand-ist-gestorben-also-kann-ich-jetzt-mein-gesamtes-irrationales-Verhalten-damit-begründen"-Charakter).
Schade sind allerdings das sehr verspielte Cover und der Klappentext, der wohl andere Ansprüche wecken wird. Hier wird sich der Verlag sowohl einige enttäuschte Leserstimmen einfangen, als auch potenziell begeisterte Leser gar nicht erst ansprechen.

Mein Fazit: Ganz großes Kopfkino durch eine Debütautorin, die mich mit ihrem Buch wirklich überrascht hat - gleich in doppelter Hinsicht.
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Imogen Hermes Gowar: Die letzte Reise der Meerjungfrau. Erschienen am 29. März 2018 bei Bastei Lübbe. Kostenpunkt: 20,00€ als Hardcover.
Lisa Sonnenschein
Die Tickets für die Carlsen-Premiere am 3.05. haben 

Elisabeth
und
Casandra Krammer

gewonnen!

Herzlichen Glückwunsch ihr beiden! Wenn ihr mir fix eure Namen und die Namen eures jeweiligen Begleiters/Begleiterin zuschickt (entweder per Facebook oder an lille1012[at]aol.com), lasse ich euch auf die Gästeliste setzen und ihr braucht dann nur noch am Eingang ein Häkchen setzen lassen :).

Yay, Kino!
Lisa Sonnenschein
Irgendwie ist grade Gewinnspielmäßig merkwürdig viel los bei mir... Ist das jetzt mieses oder großartiges Timing?

Das Buch "Nur drei Worte" habe ich am letzten Wochenende innerhalb eines einzigen Tages gefressen. 
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Es erzählt die Geschichte von Simon, der über einen mysteriösen E-Mail-Kontakt Blue kennen lernt. Von dem weiß er so gut wie nichts - außer, dass sie auf dieselbe Schule gehen. Bald entwickelt sich zwischen den beiden eine tiefe Verbundenheit, doch als jemand Simons E-Mails entdeckt, ändert sich für ihn alles und er sieht sich mit der Bewunderung, dem Mitgefühl, aber auch dem Hohn und Hass seiner Mitschüler konfrontiert.



Die Verfilmung dieses Buches wurde für dieses Jahr angekündigt. Am 28. Juni startet der Film in den deutschen Kinos. Allerdings hat der Carlsen Verlag da mal was vorbereitet - für eine Auswahl an Personen gibt es eine exklusive Film-Preview. Und zwar schon am 3. Mai! 
Heute könnt ihr Plätze auf der Gästeliste gewinnen und "Love, Simon" schon knapp zwei Monate vor dem Kinostart sehen. Bäm!
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Verlost werden 2x2 Tickets, die beiden Gewinner dürfen also noch jemanden mitnehmen.

Wichtig: Die Filmvorführung ist am 3. Mai um 19 Uhr in Hamburg im Cinemaxx Dammtor. Ihr solltet also nur an der Verlosung teilnehmen, wenn ihr die Möglichkeit habt, an diesem Abend in Hamburg zu sein. 
Vom Verlag getragen werden nur die Kinotickets, für An- und Abreise sowie evtl. anstehende Übernachtungen müsst ihr selbst sorgen.

Um teilzunehmen, hinterlasst mir einfach bis zum 1. Mai um 20 Uhr einen Kommentar hier oder auf Facebook.
Ich freue mich über Teilnehmer und vielleicht sehen wir uns dann bald im Kino!
Lisa Sonnenschein

Moin moin! Ich darf heute die Blogtour zu "Das dunkle Herz" von Lukas Hainer eröffnen und deshalb gibt es ein paar Buch-Klischees für euch! Diesmal: Klassische Charaktergruppen in Dystopien und dystopisch angehauchten Büchern.

In "Das dunkle Herz" wird die Protagonistin Anna in eine triste Wüstenstadt versetzt - sie hat keine Ahnung, wie sie dort gelandet ist, oder wo sie sich genau befindet. Nur eins ist klar: Wasser und Nahrung sind knapp und alleine wird sie nicht überleben.
Doch bald stellt sich heraus, dass auch andere den unfreiwilligen Weg ins Nichts antreten mussten. Es kommt, was kommen muss: Gruppen bilden sich. Aber was für Typen treffen da eigentlich aufeinander?


Der/die machthungrige Anführer*in
Aus irgendeinem Grund scheinen Autoren auf der ganzen Welt davon auszugehen, dass sich Menschen im Kampf ums Überleben immer unterordnen würden. Und zwar unter eine machtgeile, narzisstische Anführerin*. Dieser Typ macht unseren Protagonisten das Leben wirklich schwer. Er oder sie spricht unbegründete Verbote aus und wehrt sich gegen jede Art von Innovation - aus Angst, seine übergeordnete Position zu verlieren. Er/Sie ist dabei aber nicht plump oder einfach blöd. Der/die AnführerIn wird meist intrigant und hinterlistig dargestellt - mein Musterbeispiel: Präsident Snow aus den Hungerspielen. In "Das dunkle Herz" wird die Rolle von Àlvarez übernommen, einem spanischsprachigen Egomanen.

Der/die Rationalist*in
Während alle anderen in schierem Gefühlchaos versinken, wird unsere Rationalistin immer einen kühlen Kopf bewahren, zur Besonnenheit aufrufen und die Dinge erst einmal überdenken wollen. Sie/Er kriegt sich daher öfter mal mit dem aufbrausenden Impulsiven in die Wolle.  Diese Rolle wird in Büchern und Filmen auch gerne vom Nerd in der Gruppe übernommen. Obwohl ich diesen Charakter sehr häufig in dystopischen Büchern kennengelernt habe (zum Beispiel in den Hungerspielen mit Beetee), findet sich in "Das dunkle Herz" kein_e lupenreine_r Rationalist_in, vielmehr übernimmt unsere Protagonistin Anna einige dieser Züge. Ein häufig gewähltes Motiv in dem Zusammenhang: Die total logisch und nachvollziehbar denkende Person, die aufgrund ihrer zurückhaltenden Art die Lösung aller Probleme nicht gegen den Rest der Gruppe durchsetzen kann.


Der/die aufbrausende Impulsive*
Dieser Charakter bringt Schmiss (und jede Menge Ärger) in die Gruppe. Er oder sie hat seine Gefühle nicht zu jeder Zeit unter Kontrolle und handelt überstürzt, womit er sich viele Feinde schafft. In der Regel mag man ihn als Leser auch nicht besonders, weil er* gerne nicht nachvollziehbare Fehler macht, die jedoch auch Spannung in die Handlung bringen und Plotlöcher vermeiden - denn die Impulsive handelt nun einmal irrational. Kennt ihr noch Merle aus "The Walking Dead"? Er und Eric aus "Das dunkle Herz" sind wunderbare Beispiele für aufbrausende Typen.

Der/die Seelsorger*in
Der Seelsorger in der Runde bringt die Leute zusammen. Er versorgt Wunden, spricht gut zu, erzählt Geschichten und kann vom Leser eigentlich gar nicht nicht gemocht werden. Klischee: Der Seelsorger ist eigentlich immer weiblich, häufig auch etwas älter als unsere Protagonisten. Sie steht nie im Mittelpunkt, ist aber eine sehr wichtige Stütze für alle in der Gruppe - nicht einmal der Impulsive kann ihr/ihm lange böse sein. Im Buch ist die liebe Poppins die Verkörperung dieses Typs - sie ist einer meiner Lieblingscharaktere!


Natürlich finden sich nicht nur in "Das dunkle Herz" noch jede Menge anderer Charaktere, diese hier finde ich aber in Weltuntergangsszenarien immer wieder. Und solange die Personen nicht zu stereotyp dargestellt sind, sondern auch noch ihre Eigenheiten mitbringen, finde ich es auch sehr angenehm, diese Typen wiederzuentdecken - jedes Mal neu und irgendwie anders.
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Okay, Klischees hin oder her - natürlich habt ihr im Rahmen dieser Blogtour auch die Chance, eines von drei Exemplaren von "Das dunkle Herz" zu gewinnen! Beantwortet dazu einfach bis zum 26.04.2018 um 23:00 Uhr auf allen vier teilnehmenden Blogs die Frage unter den Beiträgen und ihr seid dabei. Meine Aufgabe an euch lautet folgendermaßen:

Nennt mir einen Buch-/Film-/Comiccharakter, der sich in eine der Gruppen einordnen lässt (und den ich noch nicht genannt habe). Ich bin echt gespannt, wer euch da noch zu einfällt! Ganz viel Glück!

Die anderen teilnehmenden Blogs sind diese hier:
Das Bücherregal
Happy Booktime
Rainbookworld



Die Teilnahmebedingungen:
  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberechtigten möglich.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
  • Als Teilnehmer erklärst Du dich einverstanden, dass Du als Gewinner öffentlich genannt werden darfst.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen. 
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
Lisa Sonnenschein
Im Rahmen einer Blogtour habe ich dieses Buch in die Pfoten bekommen. Wie der Buchbösewicht der Geschichte sich so gibt, habe ich euch erzählt. Jetzt aber mal von A bis Z die Rezension dazu!
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Was bringt drei sehr ungleiche Heldenteams mit ganz unterschiedlichen Interessen zur Rettung des Universums zusammen? Ein untoter Revolverheld und ein Streifenhörnchen, ein geflügelter Zentaur und eine Dämonenjägerin, ein fliegender Roboterkopf, ein Weltraumritter und eine Androidin finden es heraus. Das Bindeglied: Zeitzwerg Nimb und eine verheißungsvolle Prophezeiung zur Rettung der Welt (oder so).

Ganz ehrlich: Wer eine tiefgehende Story mit unerwarteten Plottwists sucht, ist hier an der falschen Stelle. Ein Heldengespann, das auf die Suche nach einer magischen Waffe geht, um den finsteren Fiesewicht zu besiegen, eine Prophezeiung, die es zu erfüllen geht und - wie sollte es auch anders sein - die Liebesgeschichte auf dem Seitenstreifen. 
ABER das ist auch nicht das, was dieses Buch vorhat. Es nimmt all diese verkrusteten Klischees und dreht sie einmal durch den Fleischwolf, lässt sie durch die Charaktere bewusst thematisieren und hält einem immer wieder den Spiegel vor. Das wird wirklich unheimlich witzig, ich habe mich so manches Mal dabei erwischt, wie ich hemmungslos vor mich hin gekichert habe. Die pfiffige, manchmal rotzig-freche Erzählweise dieses Autors ist einfach nur absolut mitreißend!

Ich liebe wirklich all die Charaktere, die im Buch aufgebaut werden. Jede/r hat seine Eigenarten, alle sind schrullig-sympathisch. Man merkt, dass der Autor dieses Buches recht vertraut mit dem Rollenspiel ist - die Szenerien werden toll geschildert und die handelnden Personen sehr differenziert dargestellt (Chapeau bei so vielen davon!).
Auch großartig: Es gibt keine verunglückten Pointen, bei denen Witze gewollt wirken oder falsch ankommen. Witzige Textpassagen haben mich einfach und unkompliziert zum Schmunzeln gebracht - ein sprachlich total locker-leichtes Buch.

Mein Fazit: Wer Lust hat auf eine Fantasygeschichte der anderen Art, wer sich auf ein wirklich komisches Buch einlassen mag, der sollte hier auf jeden Fall zuschlagen. Menschen, die sich selbst als "Nerd" bezeichnen würden, dürften in dieser Welt gleich doppelt zu Hause sein - ich habe mich auf jeden Fall richtig, richtig gut amüsiert beim Lesen! Mehr davon!
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Mario Hammer: Time Dwarf's Inn. Erschienen am 19. April 2017 bei Books on Demand. Kostenpunkt: 11,99€ als Taschenbuch.